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Die Päpstin| Kritik 8/10

Kinostart
22.10.2009



Nachdem Constantin Film die Rechte an der Verfilmung des Bestsellers "Die Päpstin" von Donna Cross erworben hat, haben die Vorbereitungen zu den Dreharbeiten begonnen. Die Hauptrolle übernimt die Schauspielerin Johanna Wokalek ("Der Baader Meinhof Komplex").

Der Erfolgsroman von Donna Cross erzählt den vom Vatikan ins Reich der Legenden verwiesenen atemberaubenden und bewegenden Aufstieg der Johanna von Ingelheim, die als Mann verkleidet in die höchsten Ränge des Römischen Klerus gelangt und im Jahre 853 zum Papst gewählt wird. Der Wahrheitsgehalt der Geschichte ist seit Jahrhunderten Gegenstand leidenschaftlicher Kontroversen, die mit dem weltweiten Millionen-Bestseller von Donna Cross ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden haben. Auch in Deutschland stand DIE PÄPSTIN nach dem Erscheinen 1996 über Monate auf der Bestsellerliste und wurde über 4 Millionen Mal verkauft.

Constantin Film hat bereits mit "Das Parfüm" eine sehr erfolgreiche Literaturverfilmung in die Kinos gebracht.


Handlung

Im Jahr 814 nach Christi ist Johanna (Johanna Wokalek) zu einem Leben als Frau verdammt. Ihr Lebensweg scheint vorbestimmt: arbeiten, Kinder kriegen und früh sterben. Doch Johanna lehnt sich auf, gegen den strengen Vater, gegen die Regeln der Kirche, für ihre Überzeugung und ihren Glauben. Denn sie spürt, dass ihre Bestimmung eine andere ist, dass Gott ihr einen anderen Weg weist. Doch der Preis dafür ist hoch. In Dorstadt besucht Johanna die Domschule und begegnet Graf Gerold (David Wenham), einem Edelmann am Hofe des Bischofs. Aus ihrer Freundschaft wird Liebe. Als Gerold in den Krieg zieht, erinnert sich Johanna ihrer Bestimmung. Ihr Ziel aber kann sie als Frau nicht erreichen. Johanna trifft eine folgenreiche Entscheidung: Unter dem Namen Bruder Johannes tritt sie als Mann verkleidet ins Benediktinerkloster Fulda ein und lebt dort als heilkundiger und geachteter Arzt. Als ihre wahre Identität droht, aufgedeckt zu werden, flieht sie nach Rom. Dort trifft sie Gerold wieder und bemerkt, dass sie eines nicht länger verleugnen kann: ihre Liebe.

Immer weiter steigt Johanna in der kirchlichen Hierarchie auf, immer größer wird die Gefahr der Entdeckung und immer stärker spürt sie, dass sie sich entscheiden muss: Will sie ihr Herz Gott schenken oder einem Mann? Doch ihr bleibt keine Wahl. Als Papst Sergius (John Goodman) stirbt, wird Johanna zu seinem Nachfolger gewählt. Ihre Gefühle für Gerold sind jedoch stärker als ihre Angst, durchschaut zu werden – Johannas Feinde aber warten nur auf eine Gelegenheit, um sie vom Thron zu stürzen.


Filmkritik | Die Päpstin

Der Film „Die Päpstin“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Donna Woolfolk Cross. Sie verarbeitet in ihrem Roman die sagenumwobene Geschichte der Päpstin Johanna. Vom Vatikan wird Johanna als Legende proklamiert. Große Teile des Romans basieren auf einer rein fiktiven Geschichte.

Ob „Die Päpstin“ ein Mythos ist oder nur im Nachhinein aus den Chroniken entfernt wurde, ist bis heute noch nicht geklärt. Allerdings soll es einen geheimnisvoll geformten Stuhl geben. In einer Sitzfläche soll sich ein Loch befinden um so überprüfen zu können welches Geschlecht der angehende Papst hat. Es ist möglich, dass es Indizien und Beweise für die Echtheit der Behauptung gibt, dass eine Frau Päpstin war. Doch wirklich geklärt werden, wird diese Geschichte nie, da der Vatikan alles daran setzt, mögliche Beweise zu unterschlagen.

Die Päpstin“ ist der am spannendste erwartete Film dieses Kinoherbstes. Regisseur Sönke Wortmann legte viel Wert auf Authentizität. Die Verhältnisse im Mittelalter sollten so gut wie möglich dargestellt werden. So hieß es des Öfteren, dass die Kostüme noch dreckiger aussehen müssten. Schmutz, Lepra, Elend, Pest und Krieg ziehen durchs Land. Hört man den Namen Sönke Wortmann denkt man statt an opulente Historieneen eher an Filme wie „Das Wunder von Bern“ oder „Ein Sommermärchen“. Doch ihm schien die literarische Vorlage fasziniert zu haben.

Was besonders faszinierend an der Geschichte der Päpstin Johanna ist, ist das gewagte Spiel mit einem Mythos, der die Fundamente der größten christlichen Institution gefährden könnte. Gespielt wird die Päpstin Johanna von Johanna Wokalek. Anfangs sollte die Hauptrolle von Franka Potente dargestellt werden, doch auf Grund von terminlichen Überschneidungen hatte Johanna Wokalek Glück und ergatterte die Rolle. Ungewollte Komik wird vor allem durch den Schauspieler John Goodman erzeugt. Es scheint unmöglich ihn als Pontifex ernst zu nehmen. Auch wenn es von ihm nicht beabsichtigt ist, wirkt er irgendwie schräg und zaubert dem Zuschauer ein Grinsen aufs Gesicht.

Die Päpstin“ ist ein pompöser Film, der die Geschichte des gleichnamigen Roman auffasst und sich zum Meisterwerk dieses Herbstes aufschwang.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Die Päpstin

© Constantin Film Verleih GmbH

Die Päpstin - Sondermotive

© Constantin Film Verleih GmbH

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08.06.2008
Das erste Bild von Johanna Wokalek, in ihrer Hauptrolle in der Verfilmung von "Die Päpstin", ist als Sondermotiv in der Galerie zu bestaunen.

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Steckbrief
Regie
Sönke Wortmann

Darsteller
Alexander Held, Anatole Taubman, Branko Tomovic, Claudia Michelsen, David Wenham, Donna Cross, Edward Petherbridge, Frank Witter, Iain Glen, Jan-hendrik Kiefer, Joerdis Triebel, Johanna Wokalek, John Goodman, Lotte Flack, Tigerlily Hutchinson

Genre
Deutscher Film, Drama, Historie

Tags
Buchverfilmung, Papst, Päpstin
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Deutschland




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