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Die nackte Wahrheit| Kritik 5/10

Kinostart
01.10.2009



Handlung

Die erfolgreiche TV-Produzentin Abby Richter (Katherine Heigl) ist in Liebesdingen vom Pech verfolgt. Dennoch glaubt sie immer noch fest daran, dass auch Männer zu aufrichtigen, tiefen Gefühlen fähig sind. Ihr chauvinistischer Kollege Mike (Gerard Butler) hingegen behauptet das genaue Gegenteil und ist überzeugt, dass für Männer letztlich doch nur die "äußeren Werte" einer Frau zählen. Die beiden Kontrahenten schließen einen Deal ab: Macho Mike will Abby dabei helfen, sich endlich den Mann ihrer Träume zu angeln, indem er sie mit einigen heißen Insider-Tipps versorgt, wie man sich als Frau für einen (Alpha)Mann interessant macht. Hat er mit seiner Taktik Erfolg, darf er seinen Job behalten – ansonsten räumt er freiwillig das Feld. Dabei hält das verblüffende Ergebnis am Ende für beide Seiten einige erstaunliche Überraschungen parat.


Filmkritik | Die nackte Wahrheit

Bereits mit "Natürlich blond" oder "Das Schwiegermonster" zeigte Robert Luketic, dass ihm das Genre der romantischen Komödien liegt. Offenbar fühlt er sich in diesem Metier derart wohl, dass er nun mit "Die nackte Wahrheit" bereits den nächsten Streifen aus diesem Genre vorlegt. Hatten Screwball-Komödien dieser Art Ende der 30er Jahre Hochkonjunktur, so versucht auch Luketic in Gedenken an Klassiker wie "Leoparden küsst man nicht" dieses Genre wieder aufleben zu lassen. Die Story an sich ist dabei eher Nebensache, ist das Ende doch ohnehin vorauszusehen und vom Zuschauer in dieser Art gewünscht. In erster Linie kann die Reminiszenz an die großen Klassiker aus Hollywood deswegen nur dann gelingen, wenn die beiden Hauptdarsteller miteinander harmonieren und es schaffen die Funken auf der Leinwand sprühen zu lassen.

Dass Gerard Butler ("300", "P.S. Ich liebe dich", etc.) und Katherine Heigl ("Beim ersten Mal", "27 Dresses") in die Fußstapfen von Größen wie Cary Grant und Catherine Hepburn treten sollen, scheint auf den ersten Blick vermessen. Denn vor allem Katherine Heigl kann zwar trotz ihrer bisherigen Erfahrung im Genre solide Leistungen vollbringen, wirkt aber immer wieder gekünstelt und gestellt. Dies dürfte aber in erster Linie am Drehbuch und somit ihrer Figur der TV-Moderatorin Abby Richter selbst liegen. Oftmals wirken die Situationen zu konstruiert, als dass man sie glauben könnte. Natürlich ist klar, dass in Hollywood Träume verkauft werden. Dass die erfahrene Moderatorin sich allerdings von ihrem Kollegen Mike Chadway (Gerard Butler) sogar im Bezug auf die Wahl ihres BHs beraten lässt, mit dem sie ihrem neuen Nachbarn den Kopf verdrehen will, ist weit an der Glaubhaftigkeit vorbei geschossen. Selbiges gilt ebenfalls für die Szene im Lokal, in der sie dank vibrierender Unterwäsche einen "Harry & Sally"-Gedenkmoment imitieren darf.

Viel besser macht es dagegen ihr männliches Pendant auf der Leinwand. Gerard Butler mimt das liebenswerte und sympathische Raubein authentisch und trotz flapsiger Sprüche und bissiger Kommentare merkt man ihm als Zuschauer an, dass er das Herz am rechten Fleck hat. Sobald Butler somit auf der Leinwand auftaucht, hat er die Sympathien auf seiner Seite und spielt seine Kollegen durch die Bank weg an die Wand. Er kann stets durch sein Charisma punkten, hat die Lacher auf seiner Seite und bringt durchweg Spaß in den Streifen. Die Rolle scheint dem kernigen Schotten dabei wie auf den Leib geschrieben zu sein und er entpuppt sich als das große Highlight in "Die nackte Wahrheit".

Wer also nicht zu viel erwartet, wird mit dem Besuch im Kino zufrieden sein. Dennoch hat "Die nackte Wahrheit" deutlich Potenzial verschenkt. Man punktet mit einem äußerst sympathischen Hauptdarsteller und einigen guten Gags, der Rest des Streifens ist allerdings ziemlich vorhersehbar. Von daher sollten wirklich nur Freunde romantischer Komödien den Gang ins Kino wagen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Die nackte Wahrheit

© Sony Pictures Releasing

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Steckbrief
Regie
Robert Luketic

Darsteller
Bonnie Somerville, Bree Turner, Cheryl Hines, Eric Winter, Gerard Butler, Jesse D. Goins, John Michael Higgins, Katherine Heigl, Nick Searcy, Noah Matthews, Yvette Nicole Brown

Genre
Komödie, Romantik

Tags
Liebe
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Ugly Truth




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