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Die Mumie| Kritik

Kinostart
1999



Weil er die Frau des Pharaos verführt hat, wird der Arzt und Priester Imhotep mit der schlimmsten Strafe belegt, die sein Herrscher vorrätig hat: Er wird wie eine Mumie eingewickelt und lebendig begraben. Zur Gesellschaft gibt man ihm noch einen Haufen lebender Skarabäen mit in den Sarkophag, die ihn bei lebendigem Leibe verspeisen sollen. Zu allem Überfluß wird er noch mit einem Fluch belegt, der ihn zum Untoten macht. Wer ihn erweckt, den wird sein Fluch treffen.

Anfang des Jahrhunderts findet auch wirklich eine Gruppe von Archäologen das Schwarze Buch der Toten inklusive Schlüssel. Wer aus diesem Buch laut vorliest, läßt Imhotep auferstehen und mit ihm das Böse. Bevor er so richtig loslegt, muß er sich allerdings erst einmal einen Körper beschaffen, um halbwegs präsentabel zu sein. Er besorgt sich also, was er benötigt, von den Mitgliedern der Expedition, die wie einst die zehn kleinen Negerlein nacheinander dezimiert werden.

Stephen Sommers brachte uns 1998 "Octalus", 1999 ist es die "Mumie". Diesmal bin ich jedoch nicht vorzeitig aus dem Kinosaal geflüchtet, sondern habe mir das Spektakel bis zum Schluß angesehen. Es könnte ja sein, daß ich bei "Octalus" tatsächlich den besten Teil des Films, nämlich das Ende, verpaßt habe. Die "Mumie" hat mich allerdings vom Gegenteil überzeugt. Der gute Herr Sommers hätte sich wenigstens die Mühe machen können nachzulesen, wann und unter welchem Pharao Imhotep gelebt hat, wenn er diese Person schon zum Monster machen muß. Aber vielleicht handelt es sich auch lediglich um eine Namensgleichheit, und es ist gar nicht "der" Imhotep gemeint.

Wer auch immer gemeint war, klaut sich also Stück für Stück bzw. Organ für Organ von unseren Helden, die lediglich als wandelnde Ersatzteillager dienen. Natürlich nur die Herren, für die Dame unter den Archäologen hat sich unser Monster etwas ganz besonderes ausgedacht. Fans von besonders unappetitlichen Szenen werden jedoch enttäuscht sein, da diese immer dann abrupt enden, wenn es zur Sache geht. Aber der Film soll ja kinderfreundlich bleiben, sonst gibt es Ärger und die Kasse klingelt nicht mehr so gut. Wie in "Octalus" hat man den Eindruck, einer Laienspielschar zuzusehen, die Dialoge sind äußerst albern und von zweifelhaftem Humor. Vielleicht ist dafür aber auch wieder einmal das Synchronstudio verantwortlich, wer weiß. Wenn die "Mumie" nicht so schlecht wäre, könnte man sie als gelungene Parodie auf Abenteuerfilme in der Art von "Indiana Jones" verstehen, aber sie erreicht leider noch nicht einmal die (zweifelhafte) Qualität von "Indiana Jones und der Tempel des Todes". Daran ändern auch die recht aufwendigen Special Effects nichts.

Prädikat: grauenhaft.


Filmkritik von Monika Hübner

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Kommentare


Toby
31.12.2011, 19:48:22
und bei meiner Antwort könnte man denken das ein kleiner Junge dies geschrieben hat. Ich habe nur vergessen meinen Text vor dem senden nochmal zu korrigieren. Deshalb entschuldigt Fehler wie "Film Kritik statt Filmkritik" "filmem statt Filmen" oder "beschreiben statt bestreiten" ;)

lg
Toby
31.12.2011, 19:45:40
man könnte bei der Film Kritik meinen das da jemand Ahnung von filmen hat. Möchte dies eigentlich auch nicht beschreiben aber was definitiv fest steht: Geschmack hat Fräulein Hübner NICHT!

Die Mumie ist ein gelungenes Meisterwerk.

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Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Mummy

Budget
80 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
415 Mio. US-Dollar (weltweit)

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