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Die Konferenz der Tiere| Kritik 7/10

Kinostart
07.10.2010



Handlung

Die Tiere in der afrikanischen Savanne wundern sich: Wo bleibt das Wasser? Längst hätte es durch eine Schlucht aus den fernen Bergen kommen müssen. Der Durst wird immer größer, die Sorge auch, zumal das letzte kleine Wasserloch von grimmigen Büffeln und Nashörnern verteidigt wird. Das tapfere Erdmännchen Billy und der friedliebende Löwe Sokrates ziehen los, um das Wasser zu suchen. Sie mussten aus ihren zerstörten Heimatregionen nach Afrika fliehen und hoffen im Okavango-Delta auf ein besseres Leben. Doch leider haben die Menschen auch dieses letzte Paradies nicht verschont: Der Hotelier Smith hat einen gewaltigen Staudamm bauen lassen und verschwendet alles Wasser für ein Luxushotel. Ausgerechnet hier halten die Politiker eine Konferenz zum Schutz der Umwelt ab...


Filmkritik | Die Konferenz der Tiere

"Die Konferenz der Tiere" ist der erste 3D Animationsfilm aus einer deutschen Feder und basiert auf der gleichnamigen Novelle von Erich Kästner. Das ernste Thema des Filmes und somit der Klimawandel sowie zahlreiche weitere Umweltbelastungen, für die der Mensch verantwortlich ist, ist in einer unterhaltsamen und lustigen Geschichte verpackt. Die Regisseure Holger Tappe und Reinhold Klooss führen lustige Figuren sowie gelungene Animationen durch ein besonderes Abenteuer, in dem sich die unterschiedlichsten Tiere zusammenfinden und sich gegen die Menschen zu wehren, die sehr verschwenderisch leben.

Ein verspottetes Erdmännchen, dessen Sohn Billy ihn mit den Worten "Du bist nicht mehr mein Vater" sehr verletzt, ist der eigentliche Held der ganzen Story. Billy ist Teil eines ganz besonderen Ensembles, dem neben Raufbolden, Tagträumer und weisen Alte auch eine Chefin namens Angie angehört. Angie ist eine Elefantenkuh, die sehr gutmütig ist und den Hahn Charles gerne als ihren Berater hinzuzieht.

Alle Figuren in "Die Konferenz der Tiere" sind realistisch und vor allem hübsch gezeichnet, wobei jedem Tier ein kleines Detail aus der Stofftierwelt beigefügt ist, sodass die knalligsten Farben und ausgefallene Frisuren bei den Tieren vorgefunden werden können.

Zahlreiche Details aus der Buchvorlage, die im Jahr 1949 veröffentlicht wurde, konnten ebenfalls in einer gelungenen Weise umgesetzt werden. Politiker, die sich auf unzähligen Konferenzen nicht einigen können, welche Maßnahmen für Frieden und Fortschritt ergriffen werden sollen, werden hier treffend widergespiegelt, sodass das Thema das Klimawandels mit Humor beschrieben wird. In diesem Fall geht eine ganz besondere Ironie in Richtung der Doppelmoral des Menschen. Gedankenlos werden Unmengen an Energie auf Umweltschutzkonferenzen verschwendet und der Luxus in erstklassigen Hotels genossen. In Kästners Buch verbünden sich die Tiere mit Kindern. Dies wird auch im Film und durch die Tochter des Hotelbesitzers reflektiert.

Allgemein ist die 3D Darstellung der Bilder sehr gelungen. Ein besonders gelungenes Bild stellt beispielsweise der Blick in das Innere der Erdmännchen-Höhle dar. Es sind die lustigen Dialoge, die tollpatschigen Nebenhandlungen und auch die Abenteuer, die dafür verantwortlich sind, dass die Umweltbelastungen im gesamten Film nicht im Vordergrund stehen. Die aktuelle Botschaft zum Thema Umweltschutz eignet sich nicht nur für informative und langweilige Dokumentarfilme, sondern kann auch in einem amüsanten Film für die ganze Familie vermittelt werden.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Die Konferenz der Tiere

© Constantin Film Verleih GmbH

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Steckbrief
Regie
Reinhard Klooss, Holger Tappe

Genre
Animation

Tags
Afrika, CGI
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Herstellungsland
Deutschland




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