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Die Kinder des Monsieur Mathieu| Kritik

Kinostart
2004



Handlung

Clément Matthieu (Gérard Jugnot) tritt 1949 einen Job als Pedell und Lehrer an einem Internat für schwer erziehbare Jungen an. Entgegen der Philosophie des Direktors, der brachiale Gewalt und unmenschliche Strafen als beste Erziehungsmethode propagiert, versucht Matthieu es mit Vertrauen, ganz im Sinne des Sprichworts: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Das ist jedoch nicht die einzige Neuerung, die er einführt, er gründet außerdem einen Chor - sehr zum Missfallen des Direktors. Es stellt sich heraus, dass ausgerechnet Pierre Morhange (Jean-Baptiste Maunier), einer der schlimmsten Rabauken der Schule, über eine außergewöhnliche Begabung verfügt, die Matthieu nach Kräften zu fördern versucht. Außerdem entwickelt er eine besondere Beziehung zu dem kleinen Waisenjungen Pépinot (Maxence Perrin), der jeden Samstag am Schultor darauf wartet, von seinen Eltern abgeholt zu werden, weil er nicht begreifen kann, dass sie tot sind.

Filmkritik | Die Kinder des Monsieur Mathieu

Der Film Die Kinder des Monsieur Matthieu ist ein gefühlsbetontes, dennoch nicht kitschiges Machwerk, das so ganz anders ist als das, was ich von Gérard Jugnot erwartet hätte, der mir aus den siebziger und achtziger Jahren als Komiker in Erinnerung geblieben ist. Oder vielleicht haben Filme wie Les Bronzés oder Le Père Noel est une Ordure lediglich einen bleibenderen Eindruck bei mir hinterlassen als die ernsten Rollen, die er auch früher schon gespielt haben mag. So war es eine Überraschung, allerdings eine sehr angenehme, zu sehen, dass sein Repertoire breiter ist, als ich angenommen hatte.

Der Film wird mit einer Rahmenhandlung erzählt - Morhange und Pépinot treffen sich als Erwachsene wieder und schwelgen in Erinnerungen an die Schulzeit, die allerdings nicht wunderbar verklärt sind, sondern vor allem Matthieu als positives Element enthalten, an das man sich gern zurückerinnert. Beide Männer verdanken ihm viel, denn ohne ihn wäre ihr Leben völlig anders verlaufen.

Nichts ist wirklich neu in diesem Film, das meiste hat man anderswo schon gesehen, doch Christophe Barratier versteht es, seine Zuschauer zu bezaubern, was nicht zuletzt an der Musik liegen dürfte, die den Film trägt und ihm das "gewisse Etwas" verleiht, das ihn zu einem besonderen Kinoerlebnis macht. In Frankreich hat er mehrere Millionen Zuschauer in die Kinos gelockt, ob zu Recht, mag jeder selbst entscheiden.


Filmkritik von Monika Hübner

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Steckbrief
Regie
Christophe Barratier

Darsteller
François Berléand, Gérard Jugnot, Jacques Perrin, Jean-Baptiste Maunier, Kad Merad, Marie Bunel, Maxence Perrin

Genre
Drama, Musikfilm

Tags
Waisenkind
Gastkritiken
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Herstellungsland
Frankreich




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