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Die Geheimnisse der Spiderwicks| Kritik

Kinostart
20.03.2008



Handlung

Helen Grace (Mary-Louise Parker) zieht mit ihren Zwillingssöhnen Simon und Jared (jeweils Freddie Highmore), sowie ihrer großen Tochter Mallory (Sarah Bolger) aus der Großstadt New York auf das entlegene Anwesen ihres Ur-Ur-Onkels Arthur Spiderwick. Schon bald nehmen merkwürdige Ereignisse ihren Lauf, Dinge verschwinden, Gegenstände fallen um und seltsame Geräusche sind zu hören. Zunächst nimmt die Familie an, dass Jared mit seiner lebendige Fantasie der Verursacher ist und allen einen Streich spielt. Eines Tages entdeckt Jared beim spielen die versteckte Bibliothek auf dem Dachboden und stößt auf Spiderwicks Schriften "Das Handbuch der magischen Geschöpfe". Trotz aller Warnungen öffnet er dieses Buch und macht damit den Weg ins Reich der Wichte, Feen, Gnome und Kobolde frei. Nun ist die Zauberwelt Realität.


Filmkritik | Die Geheimnisse der Spiderwicks

Regisseur Mark Waters bringt mit "Die Geheimnisse der Spiderwicks" ein Fantasy-Abenteuer auf die Leinwand, das auf der Kinderbuchreihe „Die Spiderwick Geheimnisse“ von Holly Black und Tony Di Terlizzi basiert. Die Familie Graces begegnen in der Fantasiewelt allerlei digitalisierter Figuren. Regisseur Mark Waters setzte gerade bei diesen CGI-Figuren auf Perfektionismus, die sich der unheimlichen und schaurigen Umgebung optimal anpassen. Kinder werden jedenfalls das eine oder andere mulmige Gefühl im Bauch spüren, auch wenn der Film längst vorbei ist.

Freddie Highmore, mittlerweile ein Kinderstar, spielt Jared und seinen Zwillingsbruder Simon in einer Doppelrolle. Die Begabung darin, zum einen den nachdenklichen, sich selbst als Pazifist bezeichnenden Charakter Simon und auf der anderen Seite den risikofreudigen, draufgängerischen Jared zu verkörpern, gelingt ihm dabei wunderbar und glaubwürdig. Nick Nolte, in der Rolle des Ogers Mulgarath erscheint als personifiziertes Böse überaus angsteinflößend, wobei die Figur auch in der Gestalt eines Drachens oder einer Krähe auftritt. Mary-Louise Parker spielt die mittlerweile allein erziehende, etwas gestresst wirkende Mutter, die zudem mit Schuldzuweisungen ihrer drei Kinder zurechtkommen muss.

Die herbstliche Landschaftskulisse und das geheimnisvoll anmutende, staubige Haus, entwickeln ein durchweg realistisches und zugleich unheimliches Gesamtbild, welches mit regisseurischer Detailliebe den nötigen Feinschliff erhält, um von Anfang an ins Filmgeschehen eintauchen zu können. Insgesamt entwickelt sich der Film als optisches Sahnestück, die Logik bleibt in unnachvollziehbaren Wendungen allerdings ab und an auf der Strecke. Es scheint, als wären die acht Buchbände als Vorlage zu viel auf einmal, für nur einen Film. Auch die Handlung überschlägt sich mit dem vermutlich gutgemeinten Tempo und zeigt sich ab und an etwas stressig. Alles in allem bekommt man ein gutes Stück Fantasy geboten, das der Kinderbuchvorlage in Sachen Tiefe und Phantasie nicht ganz gerecht wird, aber dennoch eine Augenweide bleibt.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Die Geheimnisse der Spiderwicks

© Paramount Pictures International Germany

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Steckbrief
Regie
Mark Waters

Darsteller
Andrew McCarthy, David Strathairn, Freddie Highmore, Joan Plowright, Mary-Louise Parker, Nick Nolte, Sarah Bolger

Genre
Drama, Fantasy

Tags
Geisterhaus
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Spiderwick Chronicles

Budget
90 Mio. US-Dollar




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