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Die Frau in Schwarz| Kritik 8/10

Kinostart
29.03.2012



Handlung

Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) reist persönlich aus London an um das alte Haus im Moor zu verkaufen. In der Ortschaft angekommen, bekommt er von den Einheimischen eigenartige Andeutungen über das Haus gesagt. Der Garten verwachsen, die Mauern des Hauses verfallen und die Einrichtung heruntergekommen, begutachtet Arthur das alte Haus. Nichts ahnend meint er eine Person im verlassenen Haus gesehen zu haben. Auf nachfragen ob jemand in dem Haus wohnt, wird er nun von Menschen aus der Nachbarschaft gedrängt, diesen Ort wieder zu verlassen. Doch Arthur kann dem alten Haus im Moor nicht den Rücken kehren...


Filmkritik | Die Frau in Schwarz

Daniel Radcliffe will sich von seiner Rolle des Harry Potters freischwimmen. Als erste große Rolle für die Post-Potter-Ära hat er sich für die des Arthur Kipps in "Die Frau in Schwarz" entschieden. Dies ist umso überraschender, wenn man bedenkt, dass er den Film praktisch allein tragen muss, da er in fast jeder Szene zu sehen ist. Überraschender- und erfreulicherweise dauert es nur wenige Minuten, bis man daran denkt, dass man hier den Harry Potter-Darsteller sieht. Radcliffe emanzipiert sich schnell von seiner Rolle und liefert alles in allem eine überzeugende Vorstellung ab. Er spielt einen jungen Witwer, den man ihm abkauft. Dies ist sehr wichtig, steht und fällt der Film doch auch mit seiner Hauptfigur.

Doch auch darüber hinaus überzeugt der Film. Im Gegensatz zu vielen anderen modernen Horrorfilmen wie der "SAW"-Reihe oder "Hostel" verzichtet "Die Frau in Schwarz" auf brutale Szenen und Gewaltperversionen, sondern erinnert sich wirkungsvoll an das, was Horrorfilme eigentlich ausmachen sollte: Eine bedrohliche, rundherum gelungene Atmosphäre sowie eine subtile Spannung dominieren das Werk, das sich ganz auf die Wirkung seines Schauplatzes verlassen kann. Der dichte Nebel in England, der im Film fast allgegenwärtig ist, trägt viel zur Stimmung bei.

Und diese Stimmung ist insgesamt das große Plus des Films. In der Tradition alter Horrorfilme setzt "Die Frau in Schwarz" nicht auf eine möglichst große Zahl von Schockeffekten, sondern platziert seine Schocker sehr wirkungsvoll. Vor allem die titelgebende Frau in Schwarz erscheint zunächst nur als undeutlicher Schemen, was für den ein oder anderen wohligen Grusler sorgt. Natürlich kann man dem Film durch diese eher unspektakuläre Vorgehensweise vorwerfen, dass er zu behäbig daherkommt. Man muss sich auf den Film einlassen, um sich wirklich gut von ihm unterhalten lassen zu können.

Tut man dies jedoch, dann darf man sich bis zum Ende an einem wirklich gruseligen Horrorfilm erfreuen, der sich ganz der Tradition alter britischer Horrorfilme wie "Dracula" aus dem Jahr 1958 verpflichtet fühlt und der sich daher wohltuend von den meisten aktuellen Gruselfilmen abhebt.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Die Frau in Schwarz

© Concorde Filmverleih GmbH

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Steckbrief
Regie
James Watkins

Darsteller
Ciarán Hinds, Daniel Radcliffe, David Burke, Janet McTeer, Liz White, Roger Allers, Shaun Dooley, Sophie Stuckey, Victor McGuire

Genre
Drama, Horror, Thriller
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
Großbritannien, Kanada

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Woman in Black




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