Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia| Kritik

Kinostart
08.12.2005



Handlung

Als im zweiten Weltkrieg die Bomben auf London fallen, werden die Geschwister Lucy (Georgie Henley), Susan (Anna Popplewell), Edmund (Skandar Keynes) und Peter (William Moseley) zu Professor Kirke (Jim Broadbent) aufs Land geschickt. Als sie an einem Regentag im Haus Verstecken spielen, findet Lucy, die jüngste der vier, in einem ansonsten leeren Zimmer einen mit Laken verhängten Wandschrank. Sie versteckt sich darin und muss erfahren, dass er das Tor zu einer Parallelwelt ist.

Das erste Wesen, das sie dort trifft, ist ein Faun, der sich vor ihr mindestens ebenso erschreckt wie sie sich vor ihm, da Menschen in Narnia eine Seltenheit sind. Er nimmt sie mit in sein Haus, wie man bald darauf erfährt, nicht ganz uneigennützig. Als Lucy in ihre eigene Welt zurückkehrt, will niemand glauben, was sie erlebt hat. Auch als Edmund ihr beim nächsten Ausflug nach Narnia folgt, wobei er vorübergehend in die Fänge der Weißen Hexe (Tilda Swinton), der selbst ernannten Königin von Narnia, gerät, leugnet er später vor seinen Geschwistern alles ab. Erst als alle vier auf der Flucht vor Strafe in den Wandschrank klettern und sich in Narnia wiederfinden, müssen die anderen zugeben, dass Lucy die Wahrheit gesagt hat. Dann verschwindet Edmund...


Filmkritik | Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia

Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand angesichts der vielfältigen Möglichkeiten, Fabelwesen im Computer zu erschaffen, dieses Stoffes annehmen würde. Peter Jacksons Filmtrilogie von Tolkiens "Der Herr der Ringe" sowie die Verfilmungen der Harry-Potter-Bücher haben hier sicherlich den Weg geebnet. Bei der Schlachtszene am Schluss fühlte ich mich tatsächlich ein wenig in "Die zwei Türme" versetzt, als die Armeen der Weißen Hexe und die des Löwen Aslan, des Hüters von Recht und Gesetz in Narnia, einander gegenüberstanden. Ich bin kein Fan von ausgedehntem Schlachtengetümmel, weder in Filmen noch in Büchern, und fand auch in diesem Fall, dass es sich zu lange hinzog. Der ganze Film ist für meinen Geschmack zu lang geraten, auch wenn ich mich (außer vielleicht bei der Schlacht) nicht wirklich gelangweilt habe.

Wie eng der Film der Handlung in C. S. Lewis' Buch folgt, kann ich nicht beurteilen, da ich es nicht gelesen habe und wohl auch nicht lesen werde. Obwohl mir bewusst ist, dass die Chroniken von Narnia eine Allegorie auf Bibel darstellen, fand ich diese Thematik, die auch im Film deutlich durchkam, irgendwie ärgerlich. Aslan, der als Retter auftritt, von seinen Feinden besiegt wird und wieder aufersteht, sowie die Tatsache, dass die Kinder dauernd mit "Adams Sohn" bzw. "Evas Tochter" angesprochen wurden, nervten. Insgesamt machte die Geschichte auf mich den Eindruck einer "Wiedereroberung des Paradieses", nachdem die Schlange (hier die Weiße Hexe) erfolgreich vertrieben wurde. Die christliche Thematik sorgt zusammen mit den vielen sprechenden Tieren dafür, dass ich dem Film mit zwiespältigen Gefühlen gegenüberstehe, auch wenn ich anerkenne, dass vor allem Tilda Swinton als böse Hexe eine großartige schauspielerische Leistung abgeliefert hat, die allein den Film bereits sehenswert macht. Anders als beim Herrn der Ringe verspüre ich jedoch keine große Neugier auf die zugrunde liegenden Bücher.


Filmkritik von Monika Hübner

Sag es weiter



Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 6 * 11 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.




Steckbrief
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe

Budget
180 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
745 Mio. US-Dollar (weltweit)

Filmreihe


Benutzername

Passwort

Anzeige