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Die Bienenhüterin| Kritik 6/10

Kinostart
23.04.2009



Handlung

Zwischen den Eltern der vierjährigen Lily Owens (Dakota Fanning) entstehen immer größere Unstimmigkeiten und Streitereien. Als sie sich wieder einmal heftig streiten, greift die kleine Lily zur Waffe und erschießt versehentlich ihre Mutter. Seit dem Tage lebt Lily als Halbwaise die nächsten zehn Jahre mit ihrem brutalen und gewalttätigen Vater zusammen, bis sie schließlich entschließt, von zu Hause wegzurennen. Sie findet bei ihrem afro-amerikanischen Kindermädchen Rosaleen Daise (Jennifer Hudson), welche auf der Farm der Imkerin August Boatwright (Queen Latifah) lebt, Unterschlupf. August wird von allen die "Bienenhüterin" genannt und lebt in Zeiten des Rassismus mit ihren zwei jüngeren Schwerster unbeschwert zusammen.


Filmkritik | Die Bienenhüterin

Der Kinofilm „Die Bienenhüterin“ von der Regisseurin Gina Prince-Bythewood ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buches der Autorin Sue Monk Kidd. Schon anfangs fällt dem aufmerksamen Zuschauern auf, dass der Film mit großer Nähe zum Roman „Die Bienenhüterin“ die Geschichte des weißen Mädchens Lily erzählt. Zudem wird der Süden der USA, welcher vor allem in den 60er Jahren von Rassismus geprägt war, in den Mittelpunkt der Filmhandlungen gesetzt.

Die Halbwaise Lily, welche sich von ihrem Vater ungeliebt und vernachlässigt fühlt, gelangt über Umwege auf die Farm der drei Schwestern in den Südstaaten. So bemerkt der Zuschauer besonders, dass sich die schwarze Imkerin August und ihre Schwestern sehr ungewöhnlich für damalige afro-amerikanische Frauen verhalten. August konnte sich nicht nur eigenständig eine Existenz aufbauen, sondern auch glücklich und unbeschwert leben. Doch obgleich sie von der weißen Bevölkerung nicht anerkannt wird, kümmert sie sich liebevoll um Lily. Dennoch wirkt das Selbstbewusstsein und die Stärke der afro- amerikanischen Imkerin August unrealistisch für die damalige Zeit. Vielmehr lebt August mit ihren Schwester, Rosaalen und Lilly in einer liebevollen Idylle, was jedoch in den 60er Jahren in den USA aufgrund der Fremdenfeindlichkeit kaum möglich war.

Der Film „Die Bienenhüterin“ wird anfangs in sehr realistischen wirkenden Bildern geschildert, so dass man sich in die Handlung versetzt fühlt und mit den zwei schikanierten Personen mitleidet, die sich gegenseitig aufmuntern: die Halbwaise Lily, welche keine Mutter mehr hat und vom Vater geschlagen wird und ihr Kindermädchen Rosaleen, die von den örtlichen Rassisten diskriminiert wird. Vor allem die ernste und magere Lily, welche von der jungen Schauspielerin Dakota Fanning gespielt wird, überzeugt mit ihrem schauspielerischen Talent. Obgleich Dakota Fanning noch keine nennenswerten Erfahrungen im Bereich der Schauspielerei aufweist, merkt man ihr dies nicht an. Auch Jennifer Hudson, die im Kinostreifen Rosaleen darstellt, besitzt nicht nur eine sympathische Natürlichkeit, sondern verkörpert Rosaleen authentisch.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Die Bienenhüterin

© 20th Century Fox

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Steckbrief
Regie
Gina Prince-bythewood

Darsteller
Alicia Keys, Dakota Fanning, Hilarie Burton, Jennifer Hudson, Nate Parker, Paul Bettany, Queen Latifah, Sophie Okonedo, Tristan Wilds

Genre
Drama

Tags
Bienen, Rassismus
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Secret Life of Bees

Budget
11 Mio. US-Dollar




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