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Dickste Freunde| Kritik 7/10

Kinostart
27.01.2011



Handlung

Noch nie hatten Ronny (Vince Vaughn) und Isaac (Kevin James) Geheimnisse voreinander - seit Ewigkeiten sind sie dickste Kumpel und Partner im Job. Doch als Ronny die Frau seines besten Freundes dabei erwischt, wie sie ihn mit einem anderen betrügt, gerät Ronnys schöne heile Welt in die Zwickmühle. Soll er Isaac alles erzählen und damit seine Ehe zerstören - vielleicht noch viel mehr? Oder sollte er einfach alles für sich behalten? Je länger Ronny zögert und versucht, das "Richtige" zu tun, umso tiefer gerät er in ein aberwitziges Fettnäpfchen-Minenfeld und setzt so auch seine Freundschaft aufs Spiel.


Filmkritik | Dickste Freunde

Wahre Freunde gehen gemeinsam durch dick und dünn. Ist das tatsächlich so? Dieser Frage widmen wir uns in Ron Howards Komödie „Dickste Freunde“, die sich von der ersten bis zur letzten Minute um eine tragisch-schöne Freundschaft dreht. Um diese auch wirklich gekonnt zum Ausdruck zu bringen, holte sich Howard (Regie, unter anderem bekannt durch „Dark Tower“) mehr als nur eine Handvoll Comedyasse ins Filmboot.

Was besonders ins Zuschauerauge fällt: Direkt während der ersten Filmminuten, die dem gesamten restlichen Film den Inhalt liefern, überzeugt das Cast – unter anderem bestehend aus Vince Vaughn (bekannt durch „Trauung mit Hindernissen“) und Kevin James („King of Queens“) - mit Glaubwürdigkeit. Im Mittelpunkt steht vor allem die Freundschaft der beiden eigentlich grundverschiedenen Männer. Diese werden übrigens vom Erfolgs-Duo ebenso schräg-schön und facettenreich dargestellt, wie die notwendige Dramatik inmitten der satten Witze und gekonnten Gags nicht vergessen wird. Durchaus sehenswerte, schauspielerische Unterstützung bringt Winona Ryder („Zeit der Unschuld“ und „Bram Stoker's Dracula“) als betrügende Ehefrau auf die Leinwand, die hier vor allem komödiantisches Können beweist.

Eine gewagte Mischung aus Dramatik und Komödie ist es, was Howard, sein Cast und seine Crew auf die Leinwand gebracht haben. Erfreulicherweise sehr gelungen – und das obwohl der Spagat zwischen diesen beiden, so gegensätzlichen, Genres nicht gerade von Einfachheit zeugt. Hier und da wird dem Klamauk aber sehr gekonnt eine Prise Drama beigetan oder die eigentlich sehr ernste Situation mithilfe von ein wenig Witz ein kleines bisschen entschärft. Das geht aber stets so unterschwellig und vorsichtig vonstatten, dass es dem Zuschauer nicht wirklich offensichtlich wird. Man lacht, leidet und fühlt jede Filmminute mit, als wäre man tatsächlich selber mitten im Geschehen – was teilweise auch daran liegen könnte, dass man versucht hat, jeden Handlungsfaden und jeden Charakter realistisch und menschlich darzustellen. Vom überschönen Hollywood und überzogen abgefeuerten Gag-Kanonen fehlt in „Dickste Freunde“ jede Spur. Das ist aber eindeutig auch sehr gut so und verleiht der Thematik den notwendigen Ernst.

Dickste Freunde“ ist gefüllt mit gehobener Situationskomik und schaurig-schönen Filmmomenten, die aus dem tatsächlichen Leben stammen könnten. Hinzu kommen immer wieder kleine und große Weisheiten, die eigentlich jeder Zuschauer schon kennt, aber kurzzeitig vergessen hat und die zum Nachdenken anregen. Mit dieser Dramödie ist Howard wirklich ganz großes und gelungenes Kino für die ganze Familie gelungen. Prädikat: Mehr als nur sehenswert!


Filmkritik von Gastautor

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Dickste Freunde

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