Handlung

Wie magisch Manhattan wirklich ist, das weiß Balthazar Blake (Nicolas Cage) am besten. Seit langer Zeit beschützt der große Zaubermeister die Metropole der Moderne vor dem Zugriff des Bösen. Doch im Kampf gegen seinen Erzfeind Maxim Horvath (Alfred Molina) braucht er Unterstützung. Ausgerechnet im etwas linkisch und unauffällig wirkenden Studenten Dave Stutler (Jay Baruchel) glaubt er sie gefunden zu haben. Denn der vermeintlich durchschnittliche Dave besitzt das große Potenzial, endlich Blakes seit langem gesuchter Zauberlehrling zu werden. Ungläubig und widerwillig lässt sich Dave auf das größte Abenteuer seines Lebens ein. Während er Manhattan mit anderen Augen zu sehen beginnt - voller fantastischer Entdeckungen, aber auch neuer Gefahren - lernt Dave in einem harten Crashkurs die Kunst der Zauberei. Die Zeit drängt, die Kräfte des Bösen formieren sich, und Dave muss über sich hinauswachsen, um sein Training zu überleben, die Stadt zu retten und das Mädchen seiner Träume zu erobern.
Filmkritik | Duell der Magier
Beim deutschen Titel für "The Sorcerer's Apprentice" wird der Cineast gleich an das "Duell der Zauberer" erinnert (1963, mit Vincent Price, Peter Lorre, Boris Karloff und Jack Nicholson). Auch wenn eine Inspiration durch den Klassiker nicht zu leugnen ist, hat der aktuelle Streifen doch seinen ganz eigenen Charakter. Und dieser Charakter geht in Richtung "Das Vermächtnis der Tempelritter" (2004). Das verwundert nicht weiter, denn es handelt sich hier wie dort um eine Produktion von Jerry Bruckheimer. Zudem ist hier Nicolas Cage sogar einer der ausführenden Produzenten. Warum auch sollte man die Formel ändern, wenn sie sich schon so oft bewährt hat, insbesondere finanziell?
Doch das klingt boshafter als es wirklich gemeint ist. Es macht aber klar, was der Zuschauer erwarten kann und was nicht. In Disney-typischer Manier verfälscht "Duell der Magier" historische Umstände zu Gunsten einer guten Unterhaltung. In diesem Fall gespickt mit Humor und sogar Selbstironie, was den Streifen aber eher aufwertet. Wie schon bei "Ghostbusters" (1984) hat man den Eindruck, die Schauspieler nehmen sich bzw. ihre Charaktere nicht vollkommen ernst. Und genauso, wie es bei Ghostbusters funktioniert, tut es dies auch hier. Die Charaktere wirken "cool" und haben zusammen mit den Zuschauern 109 Minuten lang eine Menge Spaß.
Vielleicht gerade auf Grund des Spaßfaktors, den die Schauspieler so offensichtlich bei der Arbeit hatten, sind ihre Leistungen sehr gelungen. Jay Baruchel spielt mal wieder einen Sonderling in einer der Hauptrollen - und das sehr überzeugend. Der Eindruck von Nicolas Cage geht bei diesem Streifen eher in Richtung "Kick-Ass" als "Tempelritter". Er konnte bereits letztes Jahr in "Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen" beeindrucken und findet auch als Magier wieder zu alten Höchstformen zurück. Alle anderen Rollen sind durch die Bank gut besetzt; nicht unbedingt einen Oscar wert, aber adäquat und sicher keine Enttäuschungen.
Da es sich hier um einen Film für die ganze Familie handelt, hütet sich Regisseur Jon Turteltaub zurecht davor, bei den zahlreichen Actionsequenzen mit verwackelten Kameras oder ähnlichen Tricks zu arbeiten, die nur von der Handlung ablenken würden. Die Action ist einfach gestrickt, aber dennoch beeindruckend - und nicht nur wegen der zahlreichen Spezialeffekte. Sie unterstützt den Verlauf der Story anstatt sie zu behindern, ist integraler Bestandteil des Films und nicht nur aufgesetzter Augenschmaus.
Obgleich nicht unbedingt ein künstlerisches Meisterwerk, bringt "Duell des Magier" gute Unterhaltung für alle Altersgruppen. Die Kleinen werden nicht überfordert und die Großen schlafen nicht ein. Allein diese Leistung ist eine gute Bewertung wert - nicht jede Actionkomödie leistet das!
Filmkritik von Gastautor
Trivia
Das Drehbuch zu "The Sorcerer's Apprentice" (dt. Der Zauberlehrling) ist aus der Feder von Lawrence Konner and Mark Rosenthal ("Flicka", "Eragon") entstanden. Es lehnt sich an Goethes Gedicht "Der Zauberlehrling" an. Das Gedicht handelt von einem alten Magier, der sein Laboratorium über die Zeit seiner Abwesenheit in die Obhut seines Lehrlings gibt. Der mit Magie noch unerfahrene Geselle bekehrt einen unbelebten Besen dazu, ihm seine lästige Arbeit abzunehmen. Doch der junge Hexer verliert die Kontrolle über sein tun.
Das Gedicht von Goethe war bereits die Vorlage für Disneys Musikfilm "Fantasia" von 1940.
Ich glaube du bist an den Film zu intellektuell rangegangen. Ich hätte auch viele Sachen zu kritisieren. Die ersten Minuten, die Einführungsszene war schwer erträglich weil Fantasy-Kitsch. Das Ende, wie schon geschrieben, der größte Schwachpunkt des Films.
Aber dem Unterhaltungswert hat das für mich nicht so viel anhaben können. Eine gute Mischung auf Komödie, Abenteuer und skurrilen Charakteren.
Ich würde den Film auf ein Level mit "Vermächtnis des geheimen Buches" stellen.