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Der Tag, an dem die Erde stillstand| Kritik 7/10

Kinostart
11.12.2008



Handlung

"Wir sind nicht allein", das muss die erstaunte Menschheit feststellen, als überall in der Welt gigantische und mysteriöse Sphären auftauchen.

Zeitgleich erscheint Klaatu (Keanu Reeves), ein Beobachter von einer fremden Welt. Er möchte die Erde vor der Zerstörung bewahren, vor der Zerstörung durch die Menschheit selbst, doch Klaatus kommen scheint kaum jemanden zu beeindrucken, bis auf die Biologin Helen (Jennifer Connelly).

Die Menschheit tut das, was sie meistens tut, wenn sie nicht versteht. Sie beginnt einen Krieg mit den Sphären. Doch es gibt noch Hoffnung...


Filmkritik | Der Tag, an dem die Erde stillstand

Was der Mensch nicht versteht oder erklären kann, dem begegnet er mit Gewalt und Zerstörung. Auch wenn das Unbekannte eigentlich etwas Gutes im Sinn hat. Tatsächlich hat dieser Film einiges mit dem Original von 1951 gemeinsam: Massenhysterie und militärische Obrigkeit, die gegen die intelligentere außerirdische Spezies nichts ausrichten kann. Außerdem sind sich die beiden Roboter relativ ähnlich. Das diesmal allerdings kein UFO, sondern eine ganze Sphäre auf der Erde landet, macht die Story weitaus bedeutungsschwerer.

Ein neues Drehbuch und die Möglichkeit, durch neue Technologien bombastische Special Effects zu produzieren, unterscheiden diesen "Remake" vom ursprünglichen Film. Leider verändern die Spezialeffekte auch die Story, denn die Metallkäfer sind letztendlich die Zerstörungsmacht, die aufgehalten werden muss. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Klaatu (Keanu Reeves) erst davon überzeugt werden muss, den Menschen zu helfen. Seine Meinung ist: Die Menschen werden sich nicht ändern, sie werden weiterhin mit Gewalt agieren. Natürlich ist es Jacob (Jaden Smith), ein Junge, der Klaatu schließlich vor Augen führt, dass sich Menschen doch ändern können.

Die Technik der Handkamera kommt bei "Der Tag, an dem die Erde stillstand" glücklicherweise nur wenig zum Einsatz. Dadurch wirken die Szenen trotz schneller Schnitte einigermaßen ruhig. Natürlich besteht der Film hauptsächlich aus zahlreichen Special und Visual Effects. Spannung wird insbesondere durch die Musik (Tyler Bates) erzeugt, die unauffällig präsent ist, sowie die tief dröhnenden Sounds von Sphären und Roboter. Das Ende ist in gewisser Weise absehbar (irgendwann muss die Erde ja stillstehen), jedoch eher unspektakulär.

Klaatu ist eine Paraderolle für Keanu Reeves - ein ernster Mann mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Schade eigentlich, dass vor allem seine Klugheit (die Klaatus Trumpf im Original ist) an Bedeutung verliert, angesichts der Unmengen an Effekten. Besonders hervorragende schauspielerische Leistung liefert ansonsten nur noch Jada Smith, der ganz nach seinem Vater Will Smith kommt und ihm bestimmt bald ordentlich Konkurrenz machen wird. Vielleicht erreicht Regisseur Scott Derickson ("Der Exorzismus der Emily Rose") mit diesem Film eine weitere Nominierung für einen Film-Award. Es wird jedoch nicht der einzige Remake bleiben, denn es wartet bereits "Paradise Lost" als Neuverfilmung.

Insgesamt ist der Film durchaus sehenswert und vielleicht ändern sich die Menschen doch noch zum Guten? Wer weiß, vielleicht in 50 Jahren.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Der Tag an dem die Erde stillstand

© 20th Century Fox

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USA, Großbritannien, Frankreich

Alternativ- bzw. Originaltitel
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