Der Sturm - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Der Sturm| Kritik

Kinostart
2000



Handlung

Billy Tyne (George Clooney) ist Fischer, aber ein vom Pech verfolgter. Die Fische meiden ihn. Sie sind nie dort, wo er nach ihnen fischt, so dass er oft mit einem recht jämmerlichen Fang nach Hause kommt. Eines Tages fährt er weiter hinaus als sonst, und diesmal scheint es sich zu lohnen, seine Mannschaft zieht einen Schwertfisch nach dem anderen aus dem Wasser. Währenddessen braut sich über den Bermudas ein Sturm zusammen, der sich schnell zum Hurrikane auswächst. Dummerweise treibt er sich genau zwischen Tynes Fischkutter und der Küste herum, so dass ihnen der Heimweg abgeschnitten ist. Tyne beschließt, seinen Fang trotzdem nach Hause zu bringen und es mit dem Unwetter aufzunehmen.


Filmkritik | Der Sturm

Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, die sich im Herbst 1991 zutrug. Bedanken wir uns bei Wolfgang Petersen, dass er das tragische Ende nicht in ein Hollywood-gerechtes Happy End verwandelt hat. Petersen zeigt uns wieder einmal Wasser, Wasser und noch mehr Wasser. Nichtschwimmer sollten die Rettungsweste nicht vergessen, aber keine Angst, das virtuelle Wasser schwappt glücklicherweise nicht bis in den Kinosaal.

Auf der Leinwand kann man noch echte Helden bewundern, die sich von den alltäglichen Widrigkeiten des Fischerlebens nicht beeindrucken lassen, weder von hungrigen Haifischen, die versehentlich auf die Bootsplanken geraten und bei dieser Gelegenheit ein kostenloses Abendessen wittern noch vom Vespern bei hohem Seegang. Wo der Magen von uns armseligen Landratten längst den Rückwärtsgang eingelegt hätte, sieht man der Mannschaft zu, wie sie fröhlich die leiblichen Bedürfnisse stillt, bis ihnen letztendlich doch das Lachen vergeht.

George Clooney spielt den rauen Seebären Tyne, der sich von einem bisschen Sturm nicht abschrecken lässt. Der angeblich schönste lebende Mann der Welt präsentiert sich diesmal unrasiert und gar nicht nonchalant, so dass man den Eindruck nicht los wird, dass er sich bemüht, sein Image des immer lächelnden Sunny Boys endlich loszuwerden. Alles im Leben ist bekanntlich Geschmacksache, und von Erotik ist unter dem grobgestrickten Rollkragenpullover und den Bartstoppeln wahrhaftig nichts zu spüren. Man kann sich diesen Film also auch trotz George Clooney ansehen, er stört nicht. Man sollte allerdings eine Vorliebe für Katastrophenfilme mit ins Kino bringen, deren Muster Der Sturm penibel folgt. Nachdem die obligatorische, etwas zähe Einführung der Charaktere abgeschlossen ist, geht es aber richtig rund.

Auch wenn es nicht der perfekte Sturm ist, wie der Originaltitel verspricht, so ist es doch etwas mehr als ein Sturm im Wasserglas. Man hat im gefürchteten Sommerloch schon schlechtere Filme gesehen.


Filmkritik von Monika Hübner

Sag es weiter



Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 7 * 6 - 6 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.




Steckbrief
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Perfect Storm

Budget
140 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
328 Mio. US-Dollar (weltweit)



Benutzername

Passwort

Anzeige