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Der Sohn von Rambow| Kritik

Kinostart
21.08.2008



Handlung

Der elfjährige Will Proudfoot (Bill Milner) bekommt von seinem Freund Lee Carter (Will Poulter) eine Raubkopie von „Rambo“ gezeigt, der diesen selbst im Kino von der Leinwand abgefilmt hat. Will ist fasziniert - es ist der erste Film, den er sieht, denn er wächst in einer Glaubensgemeinschaft auf, die jegliche Unterhaltungselektronik strikt ablehnt. Gemeinsam mit Lee, der sich als Schulrebell gibt, entwickelt er einen imposanten Plan für einen eigenen Film, das sie auf einem Jugendfilmfestival der BBC einreichen wollen: "Der Sohn von Rambow". Mit der Videokamera von Lees Bruder bewaffnet, beginnen sie ihr Werk mit kindlichem Eifer, grandiosen Ideen und immer auf der Hut, nicht entdeckt zu werden bei ihrem Projekt, dass man am Ende des Filmes in voller Länge sehen darf. Dort wird dann auch endlich das Rätsel gelüftet, wieso dieses "w" am Ende von Rambow steht.


Filmkritik | Der Sohn von Rambow

Will und Lee sind Kinder aus völlig verschiedenen Welten, die nur darin eine gemeinsame Basis finden, zwei kreative Aussenseiter zu sein - Will mit seiner reichen Vorstellungswelt an Bildern, die er überall zu Papier bringt, an Häuser- und Klowände malt, und die sich im Lauf der Geschichte zum Storybord ihres eigenen Films runden, Lee als abgedrehter Herr der Videokamera. Aus dieser Basis bezieht der Film nicht nur seine umwerfende Komik, auch seine nachdenklichen Phasen leben davon: Will muss lernen, sich aus den allzu engen Klammern seiner Glaubensgemeinschaft zu befreien, Lee insgeheim auf der ständigen Suche nach Anerkennung, lernt mehr, einfach sich selbst zu sein. Vor allem ist es ein Film über kindliche Phantasien, die starken Wahrnehmungen aus Kindersicht, die uns schnell so vertraut erscheinen, als wären wir selbst wieder Kinder. Selbst so manche Überzeichnung wird davon aufgesogen, ist die (überzeichnete) Darstellung nicht näher an dem, wie man selbst als Kind wahrgenommen hat, als eine womöglich realistischere? Im ganzen Film kommen Erwachsene nur am Rande vor, lediglich Wills besorgte Mutter hat einige starke Auftritte, in denen sie selbst ihren strengen Glauben in Frage stellen muss. Ist es also ein Kinderfilm?

Ganz sicher macht es Kindern Spaß, "Der Sohn des Rambow" anzusehen. Wir entdecken ein liebevolles, natürlich auch überzeichnetes Porträt der 80er Jahre, aber das begeistert natürlich besonders, wenn man selbst in dieser Zeit aufgewachsen ist. Vieles an dem Film versteht man erst aus dieser Perspektive, insbesondere natürlich die zahlreichen Filmzitate aus Rambo und anderen Streifen dieser Zeit. Daher gibt es, wenn man den Film gemeinsam als Familie ansieht, hinterher sicher eine Menge zu erzählen. „Der Sohn von Rambow“ ist eine bemerkenswerte, komisch-anrührende Kinoperle dieses Jahres.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Der Sohn von Rambow

© Senator Entertainment AG

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Steckbrief
Regie
Garth Jennings

Darsteller
Adam Godley, Bill Milner, Charlie Thrift, Jessica Stevenson, Neil Dudgeon, Tallulah Evans, Will Poulter, Zofia Brooks

Genre
Komödie

Tags
Rambo
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
Frankreich, Großbritannien

Alternativ- bzw. Originaltitel
Son of Rambow




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