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Der seltsame Fall des Benjamin Button| Kritik 7/10

Kinostart
29.01.2009



Handlung

Der Film "Der seltsame Fall des Benjamin Button ist eine Verfilmung des Buches "The Curious Case of Benjamin Button" von Francis Scott Fitzgerald aus dem Jahre 1922. Die Hauptrollen werden von Brad Pitt (Button) und Cate Blanchett (Daisy) gespielt.

Als Benjamin Button geboren wird, unterscheidet er sich von allen anderen Neugeborenen deutlich. Es ist ein Baby im Körper eines 80 Jahre alten Mannes. Die entsetzten Eltern bringen ihr Kind in einem Pflegeheim für alte Leute unter. Doch statt älter zu werden, scheint Benjamin Button im Laufe der Zeit immer jünger zu werden - verkehrte Welt. Im Altenheim trifft der äußerlich greise Button auf ein Mädchen mit dem Namen Daisy. Diese Begegnung begleitet ihn ein Leben lang. Sie wird älter, er jünger - in der Mitte ihrer beider Leben sind sie jedoch gleichaltrig.

In weiteren Rollen: Tilda Swinton (Elizabeth Abbott), Elle Fanning (junge Daisy) und Julia Ormond (Caroline).


Filmkritik | Der seltsame Fall des Benjamin Button

Mit "Der seltsame Fall des Benjamin Button" kommen wieder zwei absolute Profis des Genres zusammen, um den Zuschauer mit einer unglaublichen Geschichte zu begeistern. Regisseur David Fincher und Hauptdarsteller Brad Pitt, beide bestens bekannt durch ihre Zusammenarbeit im "Fight Club". Wer mit dem Vorsatz ins Kino geht, bei Benjamin Button wieder auf einen typischen Film Finchers wie "Sieben" oder eben "Fight Club" zu treffen, wird enttäuscht: Dem Thema naheliegend geht es hier weniger um reichlich Action, noch um eine tiefenpsychologische Analyse der handelnden Personen. Fincher entführt die Zuschauer vielmehr auf eine emotionale Reise, bei der man sich nach einer halben Stunden fragt, wie man selbst mit dem Phänomen des stetigen Jüngerwerdens umgehen würde.

Der Autor lässt einem jedoch auch genügend Zeit, um sich diese Frage selbst zu beantworten: Fast zweieinhalb Stunden dauert der Film und kommt dabei leider nicht ohne die ein oder andere Länge aus. Die Beziehung zwischen Benjamin Button (Pitt) und Daisy (ein Augenschmaus mit Cate Blanchett, die ja schon im letzten Jahr als Hauptdarstellerin im neusten Indiana Jones brillieren konnte) bildet zwar eine intensive und reizvolle Haupthandlung, die es jedoch nicht immer schafft, sich szenenfüllend am Hauptthema Verjüngung entlangzuhangeln. Was bei Filmen wie "Vergiss mein nicht" durch reizvolle Effekte und aufregende Nebenplots erzeugt wird, verläuft bei "Der seltsame Fall des Benjamin Button" bisweilen ins Leere.

Hiervon abgesehen ist der Film jedoch wegen seiner skurrilen Thematik und vor allem der grandiosen Leistung der beiden Hauptdarsteller mehr als nur sehenswert, die von beiden Seiten hervorragend zwischen Pathos und Verzweiflung balanciert wird. Lohnenswerte zweieinhalb Stunden, bei denen höchstens eingefleischte Fincher-Fans enttäuscht sein könnten.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Der seltsame Fall des Benjamin Button

© Warner Bros. Pictures Germany

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Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Curious Case Of Benjamin Button

Budget
150 Mio. US-Dollar




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