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Der Mongole| Kritik

Kinostart
07.08.2008



Handlung

"Der Mongole" erzählt die Geschichte der Jugendzeit des späteren Dschinghis Khan. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts verliebt sich der erst neunjährige Nomade Temudjin (Tadanobu Asano), als Sohn eines Khans von adeliger Herkunft, in das mongolische Mädchen Börte (Khulan Chuluun). Doch das Schicksal meint es nicht gut mit der jungen Liebe. Temudjins Vater wird vergiftet, er selbst als Sklave verschachert und seine Geliebte Borte wird von einem feindlichen Stamm entführt. Temudjin bleibt ihr dennoch treu und zieht in den Krieg um seine Liebe zu retten. Währenddessen wird ihm sein Schicksal klar: Als Herrscher der Mongolen ist er dazu bestimmt, sein Volk in eine bessere Zukunft zu geleiten. Seiner Liebe wird er dabei, trotz langen Jahren der Trennung, ein Leben lang die Treue halten.


Filmkritik | Der Mongole

Die russisch-internationale Produktion entstand unter anderem auch mit deutscher Beteiligung. Das Ergebnis ist ein biographisches Epos über den Aufstieg des jungen Temudjin zu einem der größten Stammesführer der Geschichte. Regisseur Sergej Bodrov hat drei Epen über das Leben des Dschinghis Khan geplant. Der erste Teil gibt die Richtung der Filme vor: Es handelt sich nicht um einen Actionfilm nach westlichem Vorbild mit den klar definierten Grenzen von Gut und Böse. Sensibel zeichnet Bodrov das Bild eines vom Schicksal geplagten jungen Mannes, lässt allen Pathos, den man angesichts des mythischen Themas erwarten könnte, hinter sich und widmet sich mit Einfühlungsvermögen dem Innenleben des Temudjin - dem Kern seines Wesens, der seine Entschlossenheit bestärkt, die verfeindeten mongolischen Stämme zu einen. Bodrov konzentriert sich nicht auf den militärischen Werdegang des Dschingis Khan, kaum auf seine Schlachten. Im Zentrum steht die Liebe zu Borte, für die er mit befreundeten Kämpfern ins ferne Taiga zieht, um sie aus der Gefangenschaft zu befreien. Bodrov stellt die aus der Liebe geborene Willensstärke und Entschlossenheit des jungen Dschinghis Khan in den Vordergrund, die ihn selbstlos zu Frau und Kind stehen lässt, selbst auf die Gefahr hin sein Leben zu verlieren. Dschinghis Khan wird als Familienvater gezeigt, als moralischer und barmherziger Mensch, eine ganz andere Sicht auf den Staatsgründer als die der meisten Geschichtsbücher. Allein dafür lohnt es sich, in diese Filmwelt einzutauchen.


Filmkritik von Gastautor

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Der Mongole

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Steckbrief
Regie
Sergei Bodrov

Darsteller
Aliya, Amadu Mamadakov, Ba Sen, Bayertsetseg Erdenebat, Hong Jong Ba Tu, Ji Ri Mu Tu, Khulan Chuluun, Odnyam Odsuren, Sergei Wladimirowitsch Bodrow, Sun Honglei, Tadanobu Asano

Genre
Abenteuer, Drama, Historie
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
Deutschland, Kasachstan, Mongolei, Russland

Alternativ- bzw. Originaltitel
Mongol




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