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Der Mann der über Autos sprang| Kritik 7/10

Kinostart
09.06.2011



Handlung

Ein sanfter, charismatischer junger Mann (Robert Stadlober) wandert zu Fuß durch ganz Deutschland, um durch die Energie des Gehens den herzkranken Vater seines besten Freundes zu heilen. Sein sonderbares Vorhaben weckt in den Menschen, die ihm begegnen, die Sehnsucht, ihrem Alltag zu entfliehen. Sie begleiten ihn auf seiner Reise, ohne zu ahnen, dass sein letzter Versuch, die Gesetze der Natur zu durchbrechen, in einer Tragödie endete.


Filmkritik | Der Mann der über Autos sprang

Nick Baker-Monteys Werk „Der Mann, der über Autos sprang“ ist schwer in übergreifende Worte zu fassen. Denn hier treffen ein wenig „Road Movie“ auf etwas „Knocking on heavens door“ und auf eine Prise „Vincent will Meer“. Daher ist dieser Film ganz sicher ein Film, den man gesehen haben muss, um gänzlich zu verstehen...

Aber lohnt es sich, seine Zeit in „Der Mann, der über Autos sprang“ zu investieren? Diese Frage lässt sich besonders bei dieser tragisch schönen Komödie, die man auch als amüsantes Drama betiteln könnte, nicht pauschal beantworten. Für die einen lautet sie eindeutig „Ja“, für die anderen eher „Nein. Doch für wen trifft welche Antwort zu? Auch das lässt sich nicht direkt und eindeutig beantworten, aber eingrenzen. Filmfans, die beispielsweise auch in der Vergangenheit von etwas schwermütiger Lektüre angetan waren, sind in diesem Film wahrscheinlich genau richtig – was sich aber auch nicht immer garantieren lässt. Denn „Der Mann, der über Autos springt“ mag zwar die typischen Merkmale aufweisen, die ein deutscher Film bekanntlich vorweist, aber er wagt es immer wieder, aus der Reihe zu tanzen und zu überraschen. Für manche Kinogänger ist das sicher eine freudige Tatsache, für andere vielleicht eher eine ärgerliche.

Sagen lässt sich aber, dass Baker-Monteys und sein Team viel Wert auf eine verzwickte und doch geradlinige Story gelegt haben, die sich zum einen sehr gut verfolgen lässt, die zum anderen jedoch alles andere, als vorhersehbar ist. Vor wessen Auto der schrullige Julian (bravourös gespielt von Robert Stadlober, bekannt durch „Sommersturm“ und „Schwarze Schafe“) laufen wird und ob sich zwischen ihm und der verkorksten Ärztin Ju (gespielt von dem „Wilden Huhn“-Jessica Schwarz) letztendlich doch etwas anbahnen wird oder nicht, bleibt bis zu den zentralen Momenten unklar. Die Kamera zeigt hingegen typisch natürliche Szenen und Bilder, wie wir sie aus dem deutschen Kino kennen und lieben – nicht zu hell, nicht zu knallig und auch nicht zu hektisch. Hier und da bricht man aber etwas aus und wagt kleine aber feine Bildexperimente. Trotzdem sind diese nicht drastisch genug, um vom Cast und dem Plot abzulenken - was auch für die gelungene, aber dezente musikalische Untermalung des Filmes gilt.

Der Mann, der über Autos sprang“ ist vor allem unberechenbar. Der Film ist im einen Moment himmelhochjauchzend und im nächsten zu Tode betrübend... und hier und da bringt er einen gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen. Ganz großes, aber durchaus etwas emotional-kniffliges Kino für alle die, die nicht nur zuschauen wollen, sondern auch mitfühlen und „mitspringen“.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Mann der über Autos sprang, Der

© Arsenal Filmverleih

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Steckbrief
Regie
Nick Baker-Monteys

Darsteller
Anna Schudt, Irene Rindje, Jessica Schwarz, Justus Carrière, Mark Waschke, Martin Feifel, Robert Schupp, Robert Stadlober

Genre
Abenteuer, Deutscher Film
Gastkritiken
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Herstellungsland
Deutschland




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