Der Mann, der niemals lebte - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Der Mann, der niemals lebte| Kritik 6/10

Kinostart
20.11.2008



Handlung

Im Mittelpunkt steht der CIA-Agent Roger Ferris (Leonardo DiCaprio). Dieser macht eine interessante Entdeckung: Er vermutet den ungefähren Aufenthaltsort des Anführers einer terroristischen Organisation zu kennen. Sein Vorgesetzter Ed Hoffman (Russell Crowe) schickt ihn daraufhin nach Jordanien um der Sache auf den Grund zu gehen. Dort soll Ferris diesen Anführer persönlich aufspüren. Der jordanische Geheimdienst unterstützt ihn tatkräftig bei diesem Vorhaben. Es dauert nicht lange, da wird der CIA-Agent vorsichtig und beginnt seinem Vorgesetzten und den Jordaniern zu misstrauen. Zu allem Übel wird dann auch noch seine Freundin entführt.


Filmkritik | Der Mann, der niemals lebte

Der Mann, der niemals lebte ist ein typischer US-amerikanischer Thriller unter der Regie von Ridley Scott. Der Originaltitel lautet Body of Lies. William Monahan erarbeitete das Drehbuch nach Vorlage des Romans "Penetration". Dieser wurde von David Ignatius verfasst und ist es leider nicht wert, gelesen zu werden.

Der Film lässt sich auf den ersten Blick mit einem James Bond Film vergleichen. Die Filmsets wirken weitaus realistischer. Die Handlung jedoch ist absurd, so dass auch ein glaubwürdiger Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle, die Story nicht mehr retten kann. Der eine oder andere Zuschauer mag sich in der ersten Hälfte des Films langweilen. Jedoch kommt der Actionliebhaber voll auf seine Kosten. Das reicht jedoch nicht, um ein solches brisantes und politisches Thema (Krieg und Nahostpolitik) angemessen zu verfilmen.
Der Regisseur Ridley Scott ist sicherlich berühmt und geschätzt doch kann der Film Der Mann der niemals lebte nicht mit seinen vorherigen Streifen mithalten. Wer sich eine gehobene Qualität, ähnlich die der bei "American Gangster" oder "Blade Runner" vorstellt, wird hier enttäuscht werden. Es wäre sicherlich mehr zu holen gewesen, wenn schon solche Spitzenschauspieler aufgefahren werden. Es wirkt so, als ob Ridley Scott sich auf seinen Triumphen der Vergangenheit ausruht und nun wie vom Fließband Filme produziert. Sicher versteht er etwas von seinem Handwerk, doch von einem Klassiker kann man hier nicht sprechen. Die Kulisse mit ihren Bildern ist schön zu betrachten und man bekommt einen Einblick in die morgenländische Kultur. Manch einer vermutet hier Amerikakritik und speziell durch die Darstellung der CIA, doch hätte dieser Aspekt sicherlich ausführlicher ausfallen können.

Generell wurde vermutlich der politische Anspruch des Themas extrem zurückgeschraubt, um einen gewöhnlichen Actionstreifen zu produzieren, der nirgendwo aneckt und nach dem üblichen Schema abläuft. Absicht war es vermutlich, den Zuschauer durch eine künstlich erzeugte Spannung, den ganzen Film über mitfiebern zu lassen. Doch aufgrund der lahmen Story, hat der intelligente Betrachter gar nicht erst das Bedürfnis danach. Die eingebaute Lovestory hätte man sich sparen können, da sie nicht in das Schema des Films passt.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Bilder / Fotos

Der Mann, der niemals lebte

© Warner Bros. Pictures Germany

Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 53 + 54 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu Der Mann, der niemals lebte abspielen

Steckbrief
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Body of Lies

Budget
70 Mio. US-Dollar




Benutzername

Passwort

Anzeige