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Der letzte Tempelritter| Kritik 6/10

Kinostart
24.03.2011



Handlung

Europa im 14. Jahrhundert: die Pest wütet und die gnadenlose Jagd auf Hexen hat begonnen. Nach jahrelangen Kreuzzügen kehren die Tempelritter Behmen (Nicolas Cage) und Felson (Ron Perlman) entkräftet, desillusioniert und des Kämpfens müde zurück. Nur widerwillig übernehmen sie einen letzten Auftrag des todkranken Kardinal D’Ambroise (Christopher Lee): Sie sollen ein Mädchen (Claire Foy), das als Hexe für die Ausbreitung der tödlichen Seuche verantwortlich gemacht wird, in ein entlegenes Kloster überführen. Dort wartet ein geheimnisvolles Ritual auf sie, das ihre Macht brechen und somit der vernichtenden Pest Einhalt gebieten soll. Angeführt vom Gauner Hagamar (Stephen Graham), der als Einziger den Weg zum Kloster kennt, machen sich Behmen und Felson auf die Reise. Der Ritter Eckhart (Ulrich Thomsen), der Mönch Debelzaq (Stephen Campbell Moore), und der angehende Ritter Kay (Robert Sheehan) schließen sich den ungleichen Gefährten an. Doch der Auftrag erweist sich schnell als weit gefährlicher als angenommen, denn bei ihrer Ankunft im Kloster offenbart sich ihnen der wahre Grund ihrer Reise...


Filmkritik | Der letzte Tempelritter

Eine wilde Mischung aus „Bram Stoker's Dracula“, „Der Exorzist“ und „Sleepy Hollow“ stellt Dominic Senas (unter anderem bekannt durch „Kalifornia“ und „Nur noch 60 Sekunden“) neuester Regiestreich „Der letzte Tempelritter“ dar. Doch wer nun einen blutigen Horrorschocker, ein geschichtliches Epos oder aber einen reinen Abenteuerfilm erwartet, wird arg enttäuscht werden. Wer bereit ist sich überraschen zu lassen, wird eher auf seine Kosten kommen.

Ursprünglich sollte „Der letzte Tempelritter“ bereits im letzten Jahr als Horrorschocker auf ganzer Linie auf die Kinoleinwände kommen – allerdings schien man diese Pläne in mehr oder weniger letzter Minute geändert zu haben. Das Resultat ist ein sehr düsterer und teilweise gelungen schockierender Action- und Abenteuerepos der ab und an sogar beängstigend realistisch wirkt. Jedoch tatsächlich nur ab und an, denn die glaubhafte Kulisse und die an die Zeit angepassten Dialoge werden immer wieder von sehr fantastisch-schaurigen Geschehnissen untermalt. Allerdings passt das so wunderbar ins Konzept, dass es eher positiv in die Waagschale fällt.

In die Rolle des untypischen Filmhelden Behman schlüpft kein Geringerer als Leinwandliebling und Zuschauermagnet Nicolas Cage (unter anderem bekannt durch „Con Air“ und „Stadt der Engel“). An seiner Seite spielen Ron Perlman („Hellboy“) als Kreuzritter Felson und Claire Foy („Little Dorrit“) als scheinbar holde Maid, die der Hexerei bezichtigt wurde. Berechtigt oder nicht? Hier ist Sena tatsächlich ein sehr gewitztes Täuschungsmanöver gelungen. Denn zu Beginn glaubt der Zuschauer ebenso an die Unschuld der unscheinbaren jungen Frau, wie die Männer, die sie zu einer gesonderten Exekution bringen sollen... und wie der Zuschauer wird auch das Publikum sehr schnell eines schockierenden Besseren belehrt. Trotzdem wissen Sena, Cage und Co. immer wieder die Lage zu kippen. Nachvollziehbar eingebaute Ulkmomente lockern die Stimmung auf der Leinwand und im Publikum immer wieder ein wenig auf, ohne das Filmgeschehen auch nur eine Sekunde ins Lächerliche zu ziehen. Erfreulicherweise, denn die Atmosphäre ist streckenweise wirklich so düster und angespannt, dass einem die Lust zum Atmen vergeht – und das trotz sehr geringer Altersfreigabe. Kinder und blutjunge Jugendliche sollten diesen Film jedoch eindeutig nicht auf der großen Leinwand sehen.

Doch an welche Zielgruppe richtet sich „Der letzte Tempelritter“ nun? Eher an Fans historisch angehauchter Abenteuerfilme oder doch eher an Horrorfans? Diese Frage lässt sich schlichtweg nicht beantworten. Fakt ist aber, dass Fans beider Genres auf ihre Kosten kommen werden. So oder so sollte man aber als Zuschauer ein wenig härter im Nehmen sein – denn die, wenn auch gut gewählten, Schockszenen, haben es richtig in sich. Die Altersfreigabe ist also nicht immer ganz nachvollziehbar.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Der Letzte Tempelritter

© Universum Film

Kommentare


YunoYu
06.02.2012, 03:35:40
Meine Fresse bekommt euch mal wieder ein!
Das ist keine Geschichtsdoku sondern ein Spielfilm!
Wer den originalen Titel Season of the Witch kennt kann schnell darauf schließen das es hier nicht um Templer geht.

Der Film bietet Unterhaltung der leichten und oberflächlichen Art.
Zudem bietet man hier ein gutes Paar von Schauspielern an die ihren Job gut erledigt haben.
Aus der Story selbst hätte man aber noch viel mehr machen können.
Deutschritter
07.01.2012, 11:25:29
Warum heisst der Film " Der letzte Tempelritter" ? Der Hauptdarsteller war ein Ritter des Deutschen Ordens !!!! Schwarzes Kreuz = Deutscher Ritterorden,
Rotes Kreuz = Tempelritter.

das beste am Film waren die ersten 15 Minuten.
Nik
02.10.2011, 02:20:23
Selten so gelacht!
eminenz
27.04.2011, 00:48:31
Wie hab ich mich gefreut den Film zu sehen und wurde doch herb enttäuscht. Zu Anfang eine gelungene Zusammenfassung, dann immer lahmer werdende Geschichte die dann auch noch mit einem Ende versehen wird welches höchsten Video-Spiel Charakter hat. Schade!
Anne
23.04.2011, 17:15:04
So einen Film schau ich mir nie wieder im Leben an.

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Steckbrief
Regie
Dominic Sena

Darsteller
Christopher Lee, Claire Foy, Nicolas Cage, Rebekah Kennedy, Robert Sheehan, Ron Perlman, Stephen Campbell Moore, Stephen Graham, Ulrich Thomsen

Genre
Abenteuer, Action, Fantasy
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Herstellungsland
USA




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