Der Knochenmann - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Der Knochenmann| Kritik 8/10

Kinostart
19.02.2009



Handlung

Eine Grillhändlstation mitten in Österreich - wo eigentlich nur übrig gebliebene Hühnerknochen zermahlen werden sollen, findet die Polizei eines Tages auch Menschenknochen unter ihnen. Als am nächsten Tag auch noch die Frau des Stationsleiters verschwunden ist, besteht kein Zweifel mehr: Ein neuer Fall für Privatdetektiv Simon Brenner (Josef Hader) steht an. Dieser führt ihn über Fußballplätze der österreichischen Provinz, ins Wiener Edelviertel und ins moderne Söldnertum. Die Verstrickungen von Mitarbeitern und Kunden der Händlstation wird immer enger, bis sich am Ende der Fall in hochspannender und unerwarteter Weise dank Brenner auflösen kann.


Filmkritik | Der Knochenmann

Nach "Auferstehung der Toten" ist "Der Knochenmann" der zweite Teil aus den mittlerweile sechs Brenner-Romanen, die sich vor allem unter österreichischen Krimifans riesiger Beliebtheit erfreuen, aber auch in Deutschland immer mehr Anhänger finden. Regisseur Wolfgang Murnberger hat es sich auch diesmal nicht nehmen lassen, die Schwierigkeit einer Buchumsetzung auf die Leinwand zu versuchen, und erhielt beim Drehbuch nicht nur die Unterstützung des Autoren Wolf Haas, sondern auch vom wohl makabersten Kabarettisten Josef Hader, der sich auch das Mitspielen nicht hat nehmen lassen. Dank dieser Kombination kann man als Zuschauer nach dem Kinobesuch mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, einen inhaltlich wie szenarisch guten Krimi gesehen zu haben.

Vor allem werden Kinobesucher ihre Freude an "Der Knochenmann" haben, die noch nicht mit Privatdetektiv in Berührung gekommen sind. Die schnodderige und doch sachliche Art mag zwar von Detektiven à la Colombo hinlänglich bekannt sein, kommt aber durch den österreichischen Dialekt und die oftmals bizarren Szenarien und Drehorte zu einer ganze besonderen Art der Entfaltung. Sicherlich könnte "Der Knochenmann" auch als anspruchsvoller Fernsehkrimi durchgehen, doch der Brenner-Hype in Österreich ist wie gemacht fürs Kino. Technisch mag der Film in Schnitt oder Kamera nicht mit den actionüberladenen Krimifilmen und -serien der USA mithalten können, doch würde dies auch kaum zu der teilweise bewusst behäbigen Handlung passen. Für eine europäische Krimiverfilung kann "Der Knochenmann" somit nicht nur inhaltlich überzeugen, sondern nutzt auch hinter der Kamera alle technischen Finessen, um ein kleines Meisterwerk österreichischer Film- und Krimikunst auf die Leinwand zu bringen. Da es auch nie zu blutig zugeht, sind die zwei Stunden des Filmes jedem Krimifreund wärmstens zu empfehlen.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Bilder / Fotos

Der Knochenmann

© Majestic Filmverleih

Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 104 - 48 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu Der Knochenmann abspielen

Steckbrief
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
Österreich




Benutzername

Passwort

Anzeige