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Der Ja-Sager| Kritik 4/10

Kinostart
19.02.2009



Handlung

Carl (Jim Carrey) ist ein Nein-Sager. Folglich kommt er nicht voran, sowohl beruflich nicht, als auch Privat nicht - er ist alleine. Wiederwillig beschließt er bei einem Selbsthilfeprogramm teilzunehmen. Und siehe da, das zeigt Wirkung. Carl wird über Nacht zum Ja-Sager. Und wenn schon, dann richtig. Carl sagt zu allem "Ja", wirklich zu allem. Gitarrenunterricht - na klar, Bungee-Jumping - selbstverständlich, Koreanisch lernen - jap. Plötzlich ist alles möglich, schon steigt er beruflich auf und hat eine verrückte Freundin. Aber ein Ja-Sager zu sein, hat natürlich nicht nur Vorteile...

Jim Carrey meldet sich mit dem zurück, was er am besten kann - Comedy - nach seinem düsteren Abstecher ins Thriller Genre ("Number 23"). Die weibliche Hauptrolle spielt Zooey Deschanel ("The Happening").


Filmkritik | Der Ja-Sager

Kann Jim Carrey überhaupt noch herausragende Komödien machen, in denen seine Gestik und Mimik so hervorragend zum Einsatz kommen wie sie es in seinen Filmen aus den Neunziger Jahren geschafft haben? Für alle, die Carrey nicht in Rollen à la "Vergiss mein nicht" sehen wollen, ist Der Ja-Sager garantiert wieder einer Silberstreif am Horizont, der jedoch als Komödie wenig neue Elemente beinhaltet und Carrey selbst als einzigen Lichtblick des Filmes darstellt.

Für Peyton Reed, der als Regisseur mit Der Ja-Sager erst seinen vierten Film auf den Markt bringt, dürfte es eine Ehre gewesen sein, mit dem immer noch begnadeten Komiker Carrey zusammenarbeiten zu können. Damit diese Produktion auch erfolgreich und ohne größere Hindernisse ablaufen konnte, scheint man sich bei der Handlung und der Darstellung jedoch auf altbewerte Rezepte verlassen zu haben. So erinnert der Film doch sehr stark an "Der Dummschwätzer", einen der wirklich großen, komödiantischen Erfolge des amerikanischen Schauspielers. War er in diesem Film stets gezwungen, die Wahrheit zu sagen, unterwirft sich die von Carrey dargestellte Hauptperson Carl nun freiwillig dieser Tortur. Nach seiner meditativen Gehirnwäsche zeigt er uns auf, welche grausamen Konsequenzen es haben kann, wenn man zu gar nichts mehr "Nein" sagen kann oder will - und wiederholt damit eigentlich nur die Situation aus "Der Dummschwätzer", wenn auch in einem etwas anderen Gewand.

Das der Film dennoch einige nette Gags und lustige Handlungsstränge hat, ist zweifellos der Fall. Wer Komödien wie "Die Maske" oder "Bruce Allmächtig" gesehen hat, wird garantiert auch an Der Ja-Sager seine helle Freude haben, da Carrey hier wieder einmal zu humoresker Hochform aufläuft. Leider steht und fällt der Film jedoch mit diesen Einlagen Carreys, so dass er leider auch eine Reihe von Längen besitzt, nämlich immer dann, wenn in ernster Weise die Handlung vorangetrieben werden soll durch den einfühlsamen und mit sich selbst hadernden Hauptcharakter - ebenfalls ein bekanntes und nicht immer beliebtes Stilmittel in Filmen von Jim Carrey. Für nette 100 Minuten mit einigen Lachern empfiehlt sich "Der Ja-Sager" also in jedem Fall, für alle, die einen wirklich neuen Jim Carrey erleben wollen, muss man jedoch auf neue Veröffentlichungen warten.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Der Ja-Sager

© Warner Bros. Pictures Germany

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