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Der ganz normale Wahnsinn - Working Mum| Kritik 8/10

Kinostart
17.11.2011



Handlung

Kate Reddy (Sarah Jessica Parker) ist nicht nur erfolgreiche Managerin in einer Bostoner Fondsgesellschaft, sondern auch hingebungsvolle und liebende Ehefrau und Mutter zweier Kinder. Wenn jetzt jeder Tag aus weiteren 24 Stunden bestünde, wäre das Leben perfekt! In Wahrheit steht Kate dauernd unter Strom, hat jede Minute des Tages doppelt verplant und bewältigt den non-stop Balance-Akt mit vielen Merkzetteln und spontanem Chaosmanagement. Wie ihre beste Freundin und Kollegin Allison (Christina Hendricks), die in exakt derselben Situation ist, möchte Kate ihr Leben jedoch auf keinen Fall mit dem ihrer Junior-Partnerin Momo (Olivia Munn) tauschen, die als überzeugte Karrierefrau eine regelrechte Kinderphobie pflegt. Als Kate ein großes Projekt übertragen wird, das häufige Reisen nach New York erfordert, und ihrem Mann Richard (Greg Kinnear) ebenfalls ein Traumjob winkt, gerät Kates ausgeklügeltes System komplett aus den Fugen. Und dass ihr neuer Business-Partner Jack Abelhammer (Pierce Brosnan) so unverschämt charmant und gutaussehend ist, macht die Situation auch nicht gerade leichter...


Filmkritik | Der ganz normale Wahnsinn - Working Mum

Sarah Jessica Parker ist wohl jedem aus ihrer Paraderolle in Sex And The City im Gedächtnis geblieben, wo sie die selbstbewusste Kolumnistin Carrie Bradshaw spielte. Damals nahm sie die Dating-Gewohnheiten ihrer Mitbürger unter die Lupe, war auf ihre Karriere fixiert und suchte dennoch nach dem so genannten "Mr. Right". Insofern ihr Parkers Rolle in "Working Mum" nun so etwas wie die konsequente Fortsetzung dieser Rolle, allerdings gute fünf Jahre später, nachdem sie ihren "Mr. Right" gefunden hat. Denn nun spielt Parker eine Mutter und Ehefrau, die aber gleichzeitig in ihrem Job Erfolg haben will. Dass das mit jeder Menge Chaos verbunden ist, sagt alleine schon der Titel aus. Der Streifen basiert dabei auf dem gleichnamigen Roman der Journalistin Allison Pearson, der 2002 das Debüt der Autorin darstellte und weltweit zum Erfolg avancierte. Regisseur Douglas McGrath (u. a. "Emma") schuf dabei eine turbulente Komödie, die allerdings nicht zur Farce verkommt, sondern mit geschickten Anspielungen auf gesellschaftliche Werte weitaus tiefsinniger erscheint, als man es auf den ersten Blick denken könnte.

Natürlich erfindet er das Genre dabei nicht neu, geschickt eingestreute Wendungen können aber den Zuschauer konstant unterhalten. Nur an wenigen Stellen umschifft er nur knapp die üblichen Klischees, wenn beispielsweise eine E-Mailadresse beinahe schon plakativ und vorhersehbar verwechselt wird. Dies ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt in einem ansonsten sehr unterhaltsamen Streifen. Mit dafür verantwortlich ist in jedem Fall seine Hauptdarstellerin, da man Sarah Jessica Parker die Rolle der überforderten Mutter zu jeder Zeit abnimmt. Sie spielt in jeder Szene glaubwürdig und dank ihrer eigenen Erfahrung als Mutter kam ihr wohl der ein oder andere Moment auch selbst sehr bekannt vor. Wenn sie nachts einen gekauften Kuchen verschandelt, damit dieser beim Kuchenverkauf in der Schule wie selbst gebacken wirkt, spiegelt das ihren Hand dazu es für jeden perfekt machen zu wollen. Dies ist ein Drang, dem viele Familienoberhäupter ausgesetzt sind. Parker bringt es dabei auf den Punkt, ohne die Situationen überspitzt ins Lächerliche zu ziehen.

Ihr an der Seite stehen mit Greg Kinnear ein sympathischer Ehemann und mit Ex-Bond Pierce Brosnan ein romantischer und sympathischer Chef, die beiden ihre Rollen optimal interpretieren. Brosnan ist smart wie eh und je, Kinnear verständnisvoll und doch leidenschaftlich in seiner Art. Dank einem kurzweiligen Drehbuch von Autorin Aline Brosh McKenna ("Der Teufel trägt Prada") wird man als Zuschauer über die komplette Laufzeit gut unterhalten, hat einige Lacher zu verzeichnen und die Gewissheit, dass eben in keinem Leben immer alles perfekt laufen kann. Dafür hat sich "Working Mum" trotz minimaler Schwächen eine Empfehlung verdient.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Ganz normale Wahnsinn - Working Mum, Der

© Central Film Verleih

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