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Der fremde Sohn| Kritik 9/10

Kinostart
22.01.2009



Handlung

Los Angeles im Jahre 1928. An einem Samstagmorgen verlässt die allein erziehende Mutter Christine (Angelina Jolie) ihr Haus um zur Arbeit zu gehen. Als sie wieder zurückkehrt, ist ihr Sohn Walter (Gattlin Griffith) verschwunden, wahrscheinlich entführt. Es beginnen Tage, Wochen, Monate voller Sorge, als endlich ein Junge gefunden wird, der Christines Sohn zu sein scheint. Doch Christine ist sich sicher, dass es sich bei dem Jungen nicht um ihren Sohn handelt, stößt aber bei der Polizei auf ein Netz an Schweigen und Korruption. Schließlich lässt man sie einweisen. Zwischenzeitlich wird bei der Polizei im Fall eines vielfachen Kindermordes ermittelt und einer der Jungen, der dem Mörder entfliehen konnten, behauptet Christines Sohn zu kennen. Das Problem dabei ist, dass der Junge nicht weiß, ob Walter fliehen konnte und so überlebt hat.


Filmkritik | Der fremde Sohn

Mit diesem großartigen Film von Clint Eastwood, werden viele Themen behandelt, die auch in der heutigen Zeit noch durchaus aktuell sind. Zum einen geht es um die Liebe zwischen Müttern und ihren Kindern, einer Liebe die so schön und schmerzhaft zugleich sein kann. Für jede Mutter, egal zu welcher Zeit, ist es schier unvorstellbar ein Kind zu verlieren und allein der Gedanke daran bereitet einem schon Herzschmerzen. In diese Thematik nimmt der Film den Zuchauer voll mit hinein. Angelina Jolie spielt die völlig verzweifelte und traumatisierte Mutter beeindruckend überzeugend. Aus diesem Grund geht einem der Film unter die Haut. Das leiden der Mutter ist für den Zuschauer kaum zu ertragen.
Es wird eine Zeit der steigenden Kriminalität, unter dem Zeichen einer angespannten Wirtschaftssituation dargestellt. Es ist das Jahr 1928, aber es könnte auch das Jahr 2008 sein. Für die Thematik ist es letztlich unerheblich.
Allein erziehende Mütter hatten es damals, wie auch heute, nicht besonders leicht. Die Polizei wird dargestellt, wie sie die Augen vor der Wahrheit verschließt. Sie kann es sich erlauben, sie ist in der Position des Stärkeren. Korruption und eigener Vorteil stehen bei den meisten Beteiligten im Vordergrund. Auch heute die Ursache vieler unserer Probleme in einer ach so zivilisierten westlichen Welt.

Dieser Film ist ein Plädoyer an die Wahrheits- und Gerechtigkeitsfindung. Ein Thema, welches uns alle betrifft. Denn wir alle können dazu betragen, dass Wahrheit und Gerechtigkeit einen wichtigeren Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen. Wir können dazu beitragen, indem wir damit beginnen wahr und gerecht zu sein. Dann können wir ein Vorbild für andere sein. Denn heute wie damals geschieht viel Ungerechtes und Menschen, die die Wahrheit sagen und für Gerechtigkeit einstehen, stehen sehr oft alleine da. Umso wichtiger ist, dass wir alle uns diesem Thema stellen und beginnen es zu leben.


Filmkritik von Gastautor

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Der fremde Sohn

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Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Changeling

Budget
55 Mio. US-Dollar




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