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Der Fantastische Mr. Fox| Kritik 8/10

Kinostart
13.05.2010



Handlung

Mr. und Mrs. Fox (im Original gesprochen von George Clooney und Meryl Streep) leben mit ihrem Sohn Ash und ihrem Neffen Kristofferson ein idyllisches Leben. Doch Mr. Fox bringt durch seine alte Leidenschaft der Hühnerjagd nicht nur seine geliebte Familie, sondern die gesamte Tiergemeinschaft in Gefahr. Die drei bösen Bauern Grob, Grimm und Gräulich jagen den gewieften Fuchs und wollen ihn, koste es was es wolle, aus dem Weg räumen. Doch Mr. Fox heckt mal wieder einen genialen, einen fantastischen Plan aus, die tölpelhaften Bauern zu überlisten.


Filmkritik | Der Fantastische Mr. Fox

Einer der zuverlässigsten Indikatoren für Reife scheint die Anerkennung der Tatsache zu sein, dass die Welt sich permanent verändert und dabei das Neue nicht zwingend besser als das Alte ist. Wenn diese Überzeugung sich mit der Offenheit und dem Talent eines älteren Semesters jenseits der 40 Jahre Marke paart, welcher dennoch gute neue Ideen zu schätzen weiß, dann erhält man, jedenfalls fürs Filmemachen, eine exzellente Grundvoraussetzung. Regisseur Wes Anderson, der bei der Premiere des Films seinen 40. Geburtstag gerade hinter sich gelassen hatte, illustriert mit seinem neuen Werk eindrücklich die harmonische Symbiose von Altbewährtem mit modernen, innovativen Ideen.

Für die Realisierung bediente man sich der Stop Motion Technik, welche schon Tim Burton für seine Filme "Nightmare before Christmas" und "Corpse Bride" wieder entdeckt hatte. Wie man das von einem Anderson Film erwartet, wird die Technik natürlich nicht exakt wie in den Originalen aus den 60er Jahren verwendet, sondern durch ein paar moderne Tricks aufgepeppt und mit handgefertigten Sets aufgewertet. Addiert man dazu noch das gewitzte Drehbuch und die breite Palette an populären Sprechern wie George Clooney, Meryl Streep, Bill Murray, Jason Schwartzman, Owen Wilson und Willem Dafoe, dann erhält man im Ergebnis einen der unterhaltsamsten Animationsfilme der letzten Jahre, welcher sich übrigens in erster Linie an ein erwachsenes Publikum richtet. Der Zuschauer wird mit einem sehr trockenen und ironischen Humor unterhalten, während der Look des Films, mit seiner durchgehend rot-braunen Farbgebung und den teilweise völlig absurden Settings, vielleicht seine größte Stärke ist. Der Gebrauch der Stop Motion Technik verleiht ihm, so als überholt sie auch sein mag, darüber hinaus nichts anderes als pure Kinomagie.

Der Genuss des Films im englischen Original ist übrigens sehr zu empfehlen. Besonders Clooney, der seinem Mr. Fox mit dem oft deplatziert zur Schau gestellten Selbstvertrauen Charakter verleiht und Schwartzman als Sohnemann Ash wissen zu überzeugen. Natürlich ist auch Bill Murray mit seiner mürrischen Stimme immer ein Gewinn für jede Sprecherrolle.
"Der Fantastische Mr. Fox" ist ansprechendes, erfrischendes und sehr amüsantes Kino. Wem die Burton´sche Stop Motion Variante zu düster ist, der sollte den Foxens und ihrer illustren Gefolgschaft unbedingt eine Chance geben.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Der Fantastische Mr. Fox

© 20th Century Fox

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