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Deep Blue| Kritik

Kinostart
2003



Naturdokumentationen sich erfreuen bei den Fernsehzuschauern seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Eher selten hat man jedoch Gelegenheit, sie auf der Kinoleinwand zu genießen, wenn man einmal von den IMAX-Filmen absieht, die allerdings mit einer durchschnittlichen Länge von 40 bis 45 Minuten meist zu kurz ausfallen. Man hat sich gerade bequem zurückgelehnt und genießt die atemberaubenden Bilder, und schon ist der Film wieder zu Ende. Deep Blue wurde zwar nicht im IMAX-Format gefilmt, dafür hat man 90 Minuten lang Zeit, in die Tiefen der Ozeane hinabzutauchen und das Leben an ihren Küsten zu betrachten. Manche der Aufnahmen hat man noch nie zuvor gesehen, die Filmemacher konnten ihre Auswahl aus mehreren tausend Stunden Filmmaterial treffen.

Nicht alle Bilder vermitteln ein idyllisches Bild der Natur, das Gesetz: "Fressen und gefressen werden" hat auch im Meer seine Gültigkeit. Jeder bemüht sich zu überleben, normalerweise auf Kosten anderer. Für menschliches Zartgefühl ist beim harten Überlebenskampf in der Natur kein Platz.

Ich hätte mir vielleicht etwas mehr Kommentar zu den Bildern gewünscht, doch das scheint langsam aber sicher aus der Mode zu kommen, wie ich bereits bei "Mikrokosmos" und Nomaden der Lüfte feststellen musste. Sicher sprechen die Bilder durchaus für sich - irgendwie kann ich mich des Eindrucks jedoch nicht erwehren, dass man sich immer mehr davor scheut, die Zuschauer mit wissenschaftlichen Kommentaren zu "überfordern" und ihnen dadurch womöglich den Spaß am Film zu verderben. Während "Mikrokosmos" sich mit den Geräuschen der Natur als Soundtrack begnügt hat, spielen bei Deep Blue die Berliner Philharmoniker zum Tanz auf, was man mögen kann oder auch nicht. Wie gesagt, mir persönlich wäre mehr Kommentar lieber gewesen. Der Film ist jedoch trotzdem allen zu empfehlen, die sich für Naturfilme der BBC oder der National Geographic Society begeistern können. Um in den vollen Genuss zu kommen, sollte man sich ein Kino mit möglichst großer Leinwand suchen.


Filmkritik von Monika Hübner

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Steckbrief
Regie
Andy Byatt, Alastair Fothergill

Genre
Dokumentation
Gastkritiken
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Herstellungsland
Großbritannien, Deutschland




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