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Das Leuchten der Stille| Kritik 6/10

Kinostart
06.05.2010



Handlung

Für John (Channing Tatum) und Savannah (Amanda Seyfried) ist es Liebe auf den ersten Blick – einen unvergesslichen Sommer lang verbringen die beiden die schönste Zeit ihres Lebens. Nur noch einmal muss der Soldat John zu seiner Einheit zurück, dann kann ihn nichts mehr von seiner großen Liebe trennen. Doch das Schicksal meint es nicht gut: Der Lauf der Dinge bringt den beiden Verliebten weitere Jahre der Trennung. Ungezählte Briefe wandern um die Welt, in denen sich beide ewige Liebe schwören. Doch eines Tages erreicht John der Abschiedsbrief: Savannah hat sich mit einem anderen verlobt. Wird er für seine Liebe kämpfen?


Filmkritik | Das Leuchten der Stille

Das Thema Afghanistan und der Einsatz der Bundeswehr sind derzeit allgegenwärtig wie nie. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA. Was in den Köpfen der Soldaten vorgeht, was ihre Angehörigen durchmachen und wie wichtig der Kontakt in die Heimat ist, zeigt der Film "Das Leuchten der Stille", indem er die Geschichte von Savannah und John erzählt. Die Buchvorlage stammt von Kult-Autor Nicholas Sparks. Regisseur Lasse Hallström hat sie nun auf die Leinwand gebracht.

Amanda Seyfried, eine der derzeit gefragtesten Jung-Schauspielerinnen Hollywoods, und Channing Tatum, der bereits in Filmen wie "Step Up" Frauenherzen zum Schmelzen gebracht hat, verkörpern darin ein junges Pärchen, das die Glanz- und Schattenseiten einer Beziehung erleben muss, die auf Entbehrung, Trennung und Briefkontakt basiert. Von Beginn an stimmt die Chemie zwischen den beiden und Lasse Hallström lässt den Zuschauer romantische, vertraute Momente am Strand oder bei der Familienzusammenführung miterleben. Bevor es zu kitschig wird, muss John zurück zu seiner Einheit und Briefe bleiben fortan das einzige Kommunikationsmittel. Obwohl das frisch verliebte Pärchen die einjährige Trennung gut übersteht, bringt Autor Nicholas Sparks die Anschläge vom 11. September ins Spiel und damit plötzlich eine neue Facette des Protagonisten. War er anfangs voller Liebe für die junge Savannah, so ist ihm jetzt plötzlich der Einsatz fürs Vaterland wichtiger und er entscheidet sich gegen sein privates Glück. Amerikanischer Patriotismus wie er leibt und lebt.

Diese Wendung wirft ein neues Licht auf den Film. Lebt er anfangs von leuchtenden, sonnigen Momenten und romantischen Landschaften, so wird jetzt doch deutlich, dass er immer nur an der Oberfläche kratzt. Savannah, die lebensfrohe und großherzige Amerikanerin mit den Kulleraugen und John, der harte Special Forces Soldat, der mit seinem autistischen Vater und seiner Vergangenheit als böser Junge zu kämpfen hat, wollen plötzlich nicht mehr so recht zusammenpassen. Und es kommt, wie es kommen muss: Während der männliche Held in der Ferne seinen Mann steht, verliebt und verlobt sich Savannah. Einerseits nachvollziehbar, andererseits lächerlich, wenn dem Zuschauer eröffnet wird, wer der Glückliche ist. Als am Schluss ein Schicksalsschlag den nächsten jagt, sind die Tränendrüsen komplett überfordert und Nicholas Sparks macht seinem Ruf als Kitsch-Autor alle Ehre. Leider leidet darunter die Glaubwürdigkeit des gesamten Films und auch die eigentlich hervorragende Leistung der beiden Hauptdarsteller. Dennoch ist "Das Leuchten der Stille" ein sehenswerter Taschentuch-Film, der Fans des romantischen Dramas begeistern düfte. Manchmal ganz nah an der Realität, manchmal ganz weit entfernt.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Das Leuchten der Stille

© Kinowelt Filmverleih

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Steckbrief
Regie
Lasse Hallström

Darsteller
Amanda Seyfried, Channing Tatum, Cullen Moss, Gavin McCulley, Henry Thomas, Leslea Fisher, Richard Jenkins, Scott Porter

Genre
Drama, Krieg, Romantik

Tags
Afghanistan
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Dear John




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