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Das Gesetz der Ehre| Kritik 7/10

Kinostart
22.01.2009



Handlung

Der Film "Das Gesetz der Ehre" handelt von einer ehrwürdigen alten Polizistenfamilie in New York. Recht und Ordnung sind für die Mitglieder dieser Familie so wichtig wie die amerikanische Verfassung. Familienehre bedeutet ihnen aber auch etwas, die Tierneys - so heißt die New Yorker Familie - ist nämlich eine Art Mafia des Guten. Nun scheint eines Tages aber ein Teil der Familie vom rechten Weg abgekommen. Ray (Edward Norton), ein Sohn der Familie, stellt fest, dass sein Schwager Jimmy (Colin Farrell) und sein Bruder (Noah Emmerich) vielleicht in einen dicken Korruptionsskandal verwickelt sind. Nun stellt sich natürlich die Frage, was ist wichtiger. Recht und Gesetz oder die Familien Ehre? Schlimm wird es, als es dann noch so aussieht, als wäre er selbst mit an dem Skandal beteiligt.
Bei einem Razzia sterben einige Polizisten, die von Rays Bruder angeführt wurden. Ray als Protagonist ermittelt auf Wunsch des eigenen Vaters (Jon Voight) gegen seinen Bruder. War der Bruder in Drogengeschäfte verwickelt. Je mehr er ermittelt desto düsterer wird die Szenerie.


Filmkritik | Das Gesetz der Ehre

Ehre ist ein Großes Wort. Für Amerikaner sind Ehre, Stolz und Pflichterfüllung fast solche Güter wie das Streben nach Glück. Man muss das verstehen, um den Film zu verstehen. Wenn man Filme wie "Eine Frage der Ehre" nicht nachvollziehen kann, dann kann man auch diesen Film nicht nachvollziehen. Der Held der Geschichte steht in einem Dilemma, so wie ein Held einer griechischen Tragödie. Hält er dem Staat und der Gesellschaft die Treue, dann verrät er die Familie, das gilt auch umgekehrt. Lässt man sich auf dieses Dilemma ein und kann das auch für sich nachvollziehen, dann ist dieser Film ein guter Film. Der Literaturpapst Reich Ranicki hat einmal gesagt: "Gute Literatur zeigt das Leiden am Leben". Genau das wird hier in diesem Film gezeigt. Die Hauptdarsteller und allen voran der Protagonist Ray leiden an diesem Dilemma. Edward Norton spielt in diesem Film den Polizisten Ray sehr glaubwürdig. Die langsame Entwicklung und das immer düster werdende Ambiente führen zu einer großen Spannung.

Die Geschichte ist gut erzählt und nicht überhastet zu sein. Allerdings trifft das Wort "düster" auch den Kern des Filmes. Es ist sowohl von den Filmbildern als auch von den Thematik düster und bedrohlich. Das Gute daran ist, Gewalt wird nicht zentraler Punkt der Dramatik. Die Geschichte lebt eben von der stetigen Entwicklung der Geschichte. Die Szenenfolgen sind zwar schnell aber nicht so schnell wie zum Beispiel im neuen James Bond: Ein Quantum Trost. Der Film wirkt rasant aber eben nicht abgehetzt. Die Charaktere sind glaubwürdig gespielt - allenfalls den Polizei Patriarchen - also der Vater von Ray - wirkt etwas fehlbesetzt. Er spielt den Vater so wie Lorne Greene den Vater der Cartwrights gespielt hat.

Der Film gehört ingesamt zu oberen Mittelklasse. Wer allerdings den amerikanischen Ehrbegriff für überholt ansieht, der wird keine Freude am Film haben. Wer amerikanischer denkt, der wird sich mitten in das Dillema gezogen fühlen.
Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Das Gesetz der Ehre

© Warner Bros. Pictures Germany

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Herstellungsland
USA, Deutschland

Alternativ- bzw. Originaltitel
Pride and Glory

Budget
30 Mio. US-Dollar




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