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Das Geisterschloss| Kritik

Kinostart
1999



Handlung

Dr. David Marrow (Liam Neeson) will in einem abgelegenen Schloss eine Studie über das Verhalten von Personen unter extremen Stresssituationen durchführen, tarnt diese jedoch als Untersuchung von Schlafstörungen. Unter den Freiwilligen befindet sich auch Eleanor Vance (Lili Taylor), die gerade vor ihren hartherzigen Verwandten geflohen ist, die in ihr nichts als eine billige Arbeitskraft sehen.

Noch denkt sich keiner der Anwesenden etwas dabei, als das Hausmeisterehepaar darauf besteht, das Schloss wie üblich vor Einbruch der Dunkelheit zu verlassen, da niemand sich dort während der Nacht aufhalten sollte, aber schon bald beginnen seltsame Vorkommnisse an den Nerven der Gäste zu zerren...


Filmkritik | Das Geisterschloss

Nach "Speed 2: Cruise Control" hatte ich keine hohen Erwartungen an diesen Film, und das war auch gut so. Die Story kommt einfach allzu dünn daher, daran kann auch die teilweise beeindruckende Optik des Streifens nichts ändern. Mit "Optik" sind nicht zwingend die Effekte gemeint, die teilweise nicht sehr originell sind, sondern die verschiedenen Blickwinkel, aus denen das Schloss von innen und von außen gefilmt wurde. Die oft ausgesprochen gelungenen Kamerafahrten erwecken den Wunsch, Jan de Bont hätte niemals in Erwägung gezogen, sich auf den Regiestuhl zu setzen, sondern wäre das geblieben, was er einmal war, nämlich ein durchaus fähiger Kameramann.

Der grösste Vorwurf, den man dem "Geisterschloss" machen kann, ist wahrscheinlich der, dass es absolut nicht gruselig ist - das wohl schlimmste Vergehen für einen Gruselfilm. Geister, die an Türen rütteln und die Vorhänge aufblähen, lassen wohl niemanden mehr in Angstschweiß ausbrechen. Als Ausgleich dafür hüpft Catherine Zeta-Jones in aufreizender Kleidung über die Leinwand, aber niemand - außer vielleicht ein paar männliche Kinobesucher - dürfte sich davon beeindrucken lassen und vergessen, warum er sich diesen Film eigentlich ansieht. Liam Neeson ist die pure Verschwendung, wir haben ihn wirklich schon in besseren Rollen gesehen, wo er auch schauspielern durfte. Doch das ist diesmal nicht gefragt, aber auch die besten Schauspieler greifen bei der Auswahl ihrer Drehbücher ab und zu ins Fettnäpfchen.

Alles in allem ein Film, den man sich getrost schenken kann, es sei denn, man hat wirklich nichts besseres zu tun.


Filmkritik von Monika Hübner

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Alternativ- bzw. Originaltitel
The Haunting

Budget
80 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
177 Mio. US-Dollar (weltweit)



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