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Darkest Hour| Kritik 3/10

Kinostart
29.12.2011



Handlung

Moskau - Fünf junge Leute genießen das pulsierende Leben der faszinierenden Metropole, als eine fremde Intelligenz die Menschheit auf außergewöhnliche Weise angreift: Sie reißt die Kontrolle über die Elektrizität an sich und setzt diese als tödliche Waffe ein.

Durch die Flucht in den Moskauer Untergrund gelingt es den Freunden (u.a. Emile Hirsch, Olivia Thirlby, Max Minghella, Rachael Taylor) zunächst zu überleben. Doch als sie Tage später ihr Versteck verlassen, hat sich die vibrierende Metropole in eine Geisterstadt verwandelt und die Gefahr ist noch nicht gebannt. Der Gruppe bleibt nur eine Chance: Sie müssen andere Überlebende finden, um sich dem Kampf gegen die fremde Macht stellen zu können...


Filmkritik | Darkest Hour

Es scheint so, als müsse man zum Ende des Jahres in schöner Regelmäßigkeit den Untergang der Welt im Kino heraufbeschwören. Das war bereits im letzten Jahr mit "2012" so, und auch in diesem Jahr steht die Menschheit mal wieder kurz vor ihrem Exitus. Regisseur Chris Gorak ( bekannt durch u.a. "Right at your door") vermischt dabei das Hollywood-Kino mit dem russischen Trash-Kino, welches man bereits in "Wächter der Nacht" sowie "Wächter des Tages" entweder abgrundtief hasste oder lieben musste. Dessen Regisseur Timur Bekmambetov, der unter anderem auch für den von Kritikern gelobten "Wanted" verantwortlich war, zeichnet sich in "Darkest Hour" zumindest als Produzent verantwortlich und kehrt vom Schauplatz des Geschehens her ein weiteres Mal nach Moskau zurück.

Den Anfang hat man dabei recht spektakulär inszeniert. Nach der kurzen Einführung in die Geschichte beginnt recht effektvoll die Invasion der Aliens inklusive vielen Toten, die in "Darkest Hour" aber lediglich zu Asche zerfallen und somit nur Energie anstatt Blut vergießen. Ist nach gut einer halben Stunde die Endzeitstimmung erreicht und wundert man sich noch, warum in der Millionenstadt Moskau nur der kleine Trupp unserer Protagonisten die Idee hatte sich in einem abgeschlossenen Raum vor den Aliens zu verstecken, werden nach und nach die Lücken im Drehbuch immer deutlicher. Jon Spaihts feierte mit dem Drehbuch sein Debüt als Autor und hat beim fürs nächste Jahr geplanten "Prometheus - Dunkle Zeichen" von Ridley Scott hoffentlich bereits dazu gelernt, dass man mit so einer Arbeit nicht weit kommt.

Doch zum Glück ist er nicht der einzige Schandfleck im Stab des Films, denn auch nahezu die gesamte Riege der Schauspieler kann nicht gerade mit herausragenden Leistungen glänzen. Die Schauspieler aus den USA machen dabei ihre Sache zwar engagiert, aber ohne rechte Überzeugung. Ihre russischen Kollegen spielen dagegen mit der gewissen Prise Irrsinn, die den russischen Film zumindest für Fans liebenswert macht. Wer die anfangs bereits erwähnten "Wächter"-Teile allerdings nicht mochte, wird sich auch hier angewidert abwenden. Zum Ende hin verkommt der Streifen immer öfter zur Lachnummer, indem die Dialoge und Handlungen der Charaktere immer lächerlicher und unglaubwürdiger wirken. Das ist schade, denn abgesehen von den selbst gebastelten Waffen, die mehr als einmal an "Ghostbusters" erinnern, wäre zumindest ein gewisses Potenzial vorhanden gewesen. Doch die anfangs aufgebaute Stimmung wird durch die miesen Dialoge und die Lücken in der Handlung schnell zunichte gemacht. Die teils guten CGI-Effekte können dabei auch nichts mehr retten und auf den 3D-Aufschlag kann man wegen den kaum vorhandenen dreidimensionalen Effekte ebenfalls gut verzichten - wie auf "Darkest Hour" eigentlich ganz generell.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Darkest Hour

© 20th Century Fox

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Steckbrief
Regie
Chris Gorak

Darsteller
Dato Bakhtadze, Emile Hirsch, Joel Kinnaman, Max Minghella, Olivia Thirlby, Rachael Taylor

Genre
Action, Horror, Sci-Fi
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Darkest Hour




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