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Cowboys & Aliens| Kritik 7/10

Kinostart
25.08.2011



Handlung

Ein Fremder (Daniel Craig) ohne Erinnerung an seine Veregangenheit, verirrt sich in Arizona im Jahre 1873 in die Wüstenstadt Absolution. Kein guter Ort für einen fremden Revolverhelden. Die Bewohner und der Colonel (Harrison Ford) heißen den Mann nicht willkommen. Doch dann passiert etwas ungeheuerliches. Seltsame Kreaturen greifen die Stadt aus der Luft an. Tödliche Lichtblitze bringen Unheil und Verderben. Die Situation scheint aussichtslos als sich der Fremde zu erinnern beginnt. An Dinge die die Stadt retten könnten. Um den Fremden formiert sich eine Gruppe von bewaffneten Cowboys und einer Reisenden (Olivia Wilde) - mit dem Ziel die außerirdische Übermacht zu bezwingen...


Filmkritik | Cowboys & Aliens

Nennen wir den Gaul beim Namen: „Cowboys & Aliens“ ist genau die Art von Film, wie es uns sein Name weiß machen möchte. Auf der einen Seite stinkende Revolvermänner, auf der anderen stinkende Außerirdische und mitten drin Daniel Craig. Der Film ist wie eine turbulente Kinderparty, auf der kleine, verkleidete Cowboys, Indianer und Aliens herumhüpfen, Lärm machen und Krieg spielen. Den Fehler, den lieben Kleinen zuzuhören, begeht man als Erwachsener nur einmal, danach genießt man einfach das bunte Treiben. Nur die kleine Olivia steht in ihrem Prinzessinnen-Kleidchen mitten im Raum und realisiert, wie deplatziert sie mit ihrer Rolle doch wirkt und eigentlich alle Jungen nur nervt. Wie gut, dass der Zuschauer durch „Tron - Legacy“ bereits Leid geprüft ist, wodurch sich der Schaden in Grenzen hält.

Die Genremischung aus Western und Science Fiction entfaltet im Falle von „Cowboys & Aliens“ den erhofften Charme. Im Grunde hat der Film bei einer gewissen Nerdfraktion schon allein durch seine simple Genremixtur und Reduzierung auf das Wesentliche beider Welten gewonnen. Denjenigen, die Serien oder Filme wie „Galaxy Rangers“, „Saber Rider“, „Cowboy Bebop“, „Firefly“, „Serenity“ oder „Westworld“ verehren, kann auch dieser Genrehybrid blindlings ans Herz gelegt werden. Alle Anderen sollten sich zunächst die Frage stellen, was sie von einem solchen Film, dessen Name wie kaum ein anderer Programm ist, erwarten: Harte Männer? Duelle? Indianer? UFOs? Schleimige Aliens? Blei- und Lasergewitter? Eine Story, die alles möglichst schmerzfrei und unterhaltend zusammenhält? Wenn ein simples „ja“ alle Fragen beantwortet, dann fühlt euch zu dieser Kinderparty eingeladen.

Besonders der Härtegrad des Films überrascht in Anbetracht der FSK12 Einstufung. Aber bei Western befolgte die Freiwillige Selbstkontrolle ohnehin schon immer eigene Regeln, man denke beispielsweise an „True Grit“. Die Effekte sind dankenswerterweise endlich wieder durchwegs überzeugend, ohne dass sich der Zuschauer zwischendrin fragen muss, welche Outsourcing-Maßnahmen sich wieder für den rapiden Qualitätsverlust verantwortlich zeichnete. Doch die heimlichen Stars des Films sind trotz der Effekte, Daniel Craig oder Harrison Ford die Nebendarsteller wie Keith Carradine („Deadwood“), Clancy Brown („Earth 2“, „Carnivàle“), Walton Goggins („The Shield“), Sam Rockwell und Paul Dano. Da verzeiht man selbst die dümmlichen Dialoge.

Nach dem sehr mäßigen Trailer zu „Cowboys & Aliens“ konnte der finale Filme eigentlich nur gewinnen. Olivia Wilde bekam zwar die undankbarste Rolle aufgedrückt - ein unschönes Westernklischee, wofür die Autoren zwischen zwei Pferde gespannt gehören - und Harrison Ford wirkt als alter, kläffender Stadtpatriarch so glaubwürdig wie es ein Cameoauftritt von Chewbacca als Alieninvasor tun würde. Dennoch, „Serentiy“ liegt bereits viel zu lange zurück und die Aussichten auf eine vernünftige „Cowboy Bebop“-Verfilmung stehen alles andere als gut. Darum soll „Cowboys & Aliens“ als Lückenfüller mit offenen Armen empfangen werden, so fehlerbehaftet er auch sein möge.


Filmkritik von Orlindo Frick

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Cowboys & Aliens

© Paramount Pictures Germany GmbH

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