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Conan| Kritik 3/10

Kinostart
08.09.2011



Das Remake des Fantasy-Klassikers welcher Arnold Schwarzenegger weltberühmt gemacht hat. Der Film erzählt die Geschichte von Conan und dessen Suche nach Glauben und Abenteuern und Rache. Als Kind musste Conan den Mord an seiner Mutter durch den Anführer des Schlangenkultes Thulsa Doom mit ansehen. Nach Jahren als Sklave und als Gladiator ist der Krieger endlich wieder frei. Nun kann Conan das Land mit seinen Wundern erkunden und nach dem Mörder seiner Mutter zu suchen...

Die Hauptrolle des Conan-Remakes wird von Jason Momoa verkörpert. Rachel Nichols spielt Tamara.


Filmkritik | Conan

Ein Film wie Knäckebrot. Hart, staubig, kratzig, Ohren betäubend beim Verzehr und liegt schwer im Magen. Es verhält sich mit „Conan 3D“ zudem im Grunde wie mit Mathematik. Jede Multiplikation mit Nullen endet zwangsläufig in einem Produkt bestehend aus Null. Bei „Conan 3D“ haben wir es gleich mit vier Nullen zu tun - Regisseur Marcus Nispel und die drei Autoren von Filmmeilensteinen wie „Sound of Thunder“, „The Crow: Wicked Prayer“ oder „Cube 2“ - was das ganze Projekt bereits vorab zur Nullnummer abstempelt. Den Conanfans gehört unser aufrichtiges Mitleid, diese werden am meisten unter diesem Film zu leiden haben. Fantasyfans dürften zumindest relativ schmerzfrei, dafür umso gelangweilter aus dem Film kommen. Selbst Freunde von Marcus Nispel - es soll Menschen geben, die selbst „Pathfinder“ etwas Gutes abgewinnen konnten - dürftet bei dieser Neuverfilmung der literarischen Conanfigur nur den einen oder anderen Goreeffekt positiv in Erinnerung behalten können.

Die Action ist laut, blutig und sterbenslangweilig. Spannung ist nicht vorhanden, nur schreiende Hünen, dümmliche Gesichtsentgleisungen und Jason Momoa, der einen bartlosen Khal Drogo wiedergibt. Momoa mag zumindest der ursprünglichen Version optisch näher kommen als Arnold Schwarzenegger es je tat. Doch ehrte John Milius mit seiner 1982er Filmversion das von Robert E. Howards gegründete Fantasy-Subgenre „Sword und Sorcery“, während Nispel aus eigener Unfähigkeit es zum bemitleidenswerten „Hack and Slay“-Getöse degradiert. Doch machen wir uns nichts vor, Arnies „Conan der Barbar“ wird heutzutage dank der Jahrzehnte langen Kultverklärung so wohlwollend wahrgenommen, nicht weil er qualitativ neue Maßstäbe setzte.

Ron Perlman und Stephen Lang sind Leid geplagte Schauspieler, die sich solche „Rollen“ gewohnt sind - auf rollenbeschreibende Adjektive soll aus Respekt vor den Schauspielern verzichtet werden - was jedoch nichts an ihrem traurigen Anblick ändert. Eine Spannungskurve ist nicht vorhanden, der dramaturgische Faden so flach wie das konvertierte 3D des Films. Wer ist eigentlich diese Rachel Nichols und wie schafft sie es, so völlig austauschbar zu wirken? Ein Lächeln wie Milla Jovovich, ein Blick wie Olivia Wilde, ein Stirnrunzeln wie Anna Kendricks und Gang wie Eva Green. Eine solch profillose Darstellung dürfte selbst in Hollywood für Aufsehen sorgen. Aber dadurch passt sie zumindest zum Regisseur, den Autoren und dem ganzen Projekt.

Der Trick ist, dem Film und allen Beteiligten mit Gleichgültigkeit zu begegnen. Wegen „Conan 3D“ an die Decke gehen, wie es vielleicht bei „Sucker Punch“ oder „Tron - Legacy“ der Fall war, wäre vergebliche Cineastenmühe. Scorepuristen müssen sich auch nicht genötigt fühlen, auf die Barrikaden zu steigen, Basil Poledouris originale Partitur aus den Schwarzeneggerfilmen wurde nicht verwendet und somit auch nicht geschändet. Sollte sich jemand je gefragt haben, wie sich ein Magengeschwür anhören könnte, der findet in Tyler Bates brachial-synthetischem Krachgewitter die Antwort.

Doch trotz der vielen Worte gibt es über „Conan 3D“ eigentlich nur eines zu sagen: Knäckebrot...


Filmkritik von Orlindo Frick

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Bilder / Fotos

Conan

© Warner Bros. Pictures

Kommentare


HansOttoka
29.09.2011, 04:32:46
Die Kritik ist unqualifiziert und subjektiv.
Sie beleidigt die Augen vieler Lehser die selbst in der Filmbranche tätig sind.

Ja, der Film ist eine geistige Vergewalltigung aller Arni-Fans,
die "Kritik" an sich allerdings ebenfalls.

Bleibt zu hoffen, dass Sie sich Orlindo Frick selbst nicht zu ernst nehmen.

Weitere interessante Hyperlinks: http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik

Arni 4 Ever
MrBrutus
12.09.2011, 15:11:56
"Spannung ist nicht vorhanden, ..."
.
Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Dadurch, dass Conan schon am Anfang des Films als Kind eine Gruppe mehrerer Angreifer im Alleingang abschlachtet!!! und sich auch mal eben absichtlich ohne Bedenken in Gefangenschaft begibt, da er ohnehin weiß, dass er sich selbst wieder befreien wird, kann der Film nie spannend werden, denn der Zuschauer weiß ab sofort, nur der Endgegner könnte Conan wirklich gefährlich werden (Damit hier überhaupt noch Spannung erzeugt werden könnte, müsste die Handlung so, wie in diversen Mangas, wie Dragonball, aufgebaut werden, wo Gegner und Helden ständig irgendwelche effektschreienden super-Upgrades Erfahren, um dann wieder als glaubhaft bedrohlich und ebenbürtig durchzugehen).

Der Rest ist eine Seifenoper-ähnliche Geschichte, bei der man jede neue Handlungsentwicklung mit 99%iger Wahrscheinlichkeit vorhersagen kann.

Der künstliche 3D-Effekt, der seinen scheibchenweisen Aufbau Dank zahlreicher Fehler in der Abgrenzung von Strukturen und 3D-Effekt auch schön zur Schau stellt, tut noch sein Übriges dazu...

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Steckbrief
Regie
Marcus Nispel

Darsteller
Bob Sapp, Jason Momoa, Leo Howard, Milton Welsh, Nonso Anozie, Raad Rawi, Rachel Nichols, Ron Perlman, Rose McGowan, Saïd Taghmaoui, Stephen Lang, Steven O'Donnell

Genre
Abenteuer, Fantasy
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Conan the Barbarian




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