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Con Air| Kritik

Kinostart
1997



Nach allem, was ich über den Film Con Air gehört und gelesen hatte, bin ich schon mit einem Minimum an Erwartungen hingegangen, was sich als weise Voraussicht erwiesen hat. Die Geschichte ist denkbar simpel, aber das ist bei einem Actionfilm sowieso zu erwarten, also hat es hier keine Überraschungen gegeben.


Handlung

Ungefähr ein Dutzend Schwerverbrecher soll in ein Hochsicherheitsgefängnis geflogen werden, unter ihnen befindet sich Cameron Poe (Nicolas Cage), der einzige, der seine Strafe schon verbüßt hat und auf Bewährung entlassen wird. Nach 8 Jahren Haft soll er seine Frau wiedersehen und zum ersten mal seine kleine Tochter treffen, die ein paar Monate nach seiner Verurteilung geboren wurde. Nun, es kommt, wie es kommen muss, die Maschine ist kaum in der Luft, als es einem der Verbrecher (gespielt von John Malkovich) gelingt, sich zu befreien und das Kommando zu übernehmen. Willkommen bei Con Air! Von diesem Moment an ist in der Luft die Hölle los, es wird wild herumgeballert (was in einem Flugzeug eigentlich, ähm, ziemlich riskant ist), es gibt ein paar Tote, von denen man einen kurzerhand aus der Maschine befördert, natürlich über bewohntem Gebiet, damit es erst richtig interessant wird (er landet direkt auf dem Auto eines älteren Ehepaars). Vorher ist es Poe gelungen, auf das Unterhemd der Leiche eine Nachricht für die Polizei zu schreiben, die sind also alarmiert über die Geschehnisse auf dem Flug. Damit die Pyrotechniker ordentlich etwas zu tun bekommen, gibt es eine Zwischenlandung auf einem halbwegs verlassenen Flugfeld in der Wüste, wohin ein Militärkommando geschickt wird, das einen Weiterflug vereiteln soll. Dabei geht dann so manches in Flammen auf. Das alles ist jedoch nichts gegen den Showdown in Las Vegas, wo die inzwischen ziemlich lädierte Maschine schließlich versucht, auf einem der Boulevards zu landen. Das gelingt zwar, danach gibt es jedoch einen Haufen schrottreife Autos, Schutt und ein total unbrauchbares Flugzeug zu entsorgen. Und natürlich ein Hollywood-gerechtes Happy End.


Filmkritik | Con Air

Soviel zur Story von Con Air. Die Figuren des Films sind mehr oder minder interessant, alles in allem eher uninteressant. Der Anblick von Nicolas Cage kann in diesem Film eigentlich nur erheitern mit seiner Messias-ähnlichen Frisur. Glücklicherweise bleibt dem deutschen Zuschauer sein Elvis-Akzent erspart, manchmal kann man sogar dankbar sein für Synchronisationen, auch wenn dies eher selten ist. Nach ca. dem halben Film tritt er in die Fußstapfen von Bruce Willis und läuft im Feinripp herum, wie es sich für einen Action-Helden gehört. Und natürlich ist er genauso tough, das versteht sich von selbst. Ein angeschossener Arm behindert ihn in keinster Weise. Erwähnenswert wäre noch John Malkovich, der den Erzbösewicht Cyrus the Virus überzeugend fies und unsympathisch spielt. Leider läßt das Drehbuch keinen Raum für einen tiefergehenden Charakter. Also auch hier reine Verschwendung guter Darsteller. Die beste Rolle hat Steve Buscemi, auch wenn es (leider) nur eine Nebenrolle ist, er spielt einen psychopathischen Serienkiller, der über 30 Leute auf dem Gewissen hat. Die wenigen Szenen, in denen er zu sehen ist, sind ein Lichtblick im sonst doch ziemlich faden Drehbuch, das IMHO noch nicht einmal für die sonst in Actionfilmen üblichen coolen Sprüche sorgt. Es kann natürlich auch sein, dass ich sie einfach nur nicht cool fand. Wahrscheinlich werde ich eben doch langsam alt :-)

Fazit: Wer sich für aufwendige Pyrotechnik interessiert, kann sich diesen Film ansehen.


Filmkritik von Monika Hübner

DVD Release

Im Rahmen der DVD Art Collection gibt es seit 2008 eine "Extended Cut" Fassung von Con Air.

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Bilder / Fotos

Con Air - Extended Cut (DVD Release 2008)

© Buena Vista International

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Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Conair

Budget
75 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
224 Mio. US-Dollar (weltweit)



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