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Colombiana| Kritik 5/10

Kinostart
15.09.2011



Handlung

Cataleya (Zoë Saldaña) ist erst neun Jahre alt, als sie die Ermordung ihrer Eltern durch den brutalen kolumbianischen Mafiaboss Don Luis mit ansehen muss. Sie selbst entgeht dem Anschlag nur knapp und es gelingt ihr, zu ihrem Onkel nach Chicago zu fliehen. Getrieben von dem Wunsch nach Rache und fest entschlossen, den Mörder ihrer Eltern aufzuspüren, lässt sie sich zur Profi-Killerin ausbilden. Doch Don Luis genießt inzwischen den Schutz der CIA. Bei dem Versuch, ihren Erzfeind aus der Reserve zu locken, gerät Cataleya immer mehr ins Fadenkreuz des FBI.

Filmkritik | Colombiana

„Colombiana“ ist ein guter Film geworden – mehr leider auch nicht. Die Revolution im Action-Rache-Thriller ist er nicht, doch das war zugegebenermaßen auch gar nicht zu erwarten.
Die Geschichte ist leider in keinster Weise originell, das ist wohl der größte Minus-Punkt von „Colombiana“. Einen ähnlichen Plot hat der geneigte Kinogänger und Film-Fan bereits vor Jahren und Jahrzehnten gesehen. Dass die filmische Umsetzung durchaus gelungen ist, soll an dieser Stelle gar nicht unter den Teppich gekehrt werden, doch der Kinogänger von heute kann zweifellos erwarten, dass ihn was erwarten wird, was er so schnell nicht vergisst. In genau diesem Punkt versagt „Colombiana“ kläglich. Von vorn bis hinten ist die ganze Geschichte schon einmal da gewesen, sogar eine Details muten vertraut an. Nicht nur, dass es ist in der Vergangenheit bereits ähnliche Filme gab, vor allem gibt es längst Filme mit ähnlicher und gleicher Thematik, die weitaus besser sind. „Nikita“ von 1990, „Léon – Der Profi“ von 1994 und schließlich „Kill Bill“ von 2001 seien an dieser Stelle als noch relativ aktuelle Beispiele genannt. Diese Filme waren zu ihrer Zeit auf ihre spezielle Art und Weise erfrischend und sehr eigen, Attribute, die „Colombiana“ nicht vorweisen kann.

Zoë Saldaña, der weiblichen Hauptdarstellerin, kann man jedoch keinen Vorwurf machen. Sie spielt ihre Rolle absolut überzeugend – und hat dabei noch eine unglaublich anziehend wirkende Ausstrahlung. Bisher waren ihr größere Rollen eher vergönnt geblieben. Das sollte sich in Zukunft ändern, vielleicht bekommt ihre Karriere noch einmal einen Schub, immerhin ist sie bereits 33 Jahre alt. So viel Zeit bleibt ihr nicht mehr, die heiße Verführerin zu spielen, der kein Mann widerstehen kann. Das Potential dazu hat sie jedoch allemal.

Der Zuschauer ist also definitiv begeistert von der Protagonistin, außerdem wird der Film zum größten Teil von der Story zügig vorangetrieben. Dennoch gibt es einige Lücken, einige Szenen, die für den gesamten Film vollkommen überflüssig sind und ihn unnötig in die Länge ziehen. Vielleicht ist Luc Besson höchstpersönlich die Schuld hierfür zu geben. Er schrieb das Drehbuch für „Colombiana“ und er war es auch, der sich für die bereits erwähnten Filme „Nikita“ und „Léon – Der Profi“ verantwortlich zeichnet. Ein wenig Polemik sei an dieser Stelle erlaubt: Wenn man immer wieder den gleichen Film macht, dann werden neue Ideen zwangsweise Mangelware.

Man kann sich „Colombiana“ durchaus im Kino ansehen. Für weniger Geld tut es ein DVD-Abend mit einem der erwähnten Klassiker allerdings auch.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Colombiana

© Universum Film

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Steckbrief
Regie
Olivier Megaton

Darsteller
Amandla Stenberg, Beto Benites, Cliff Curtis, Danny Delanay, Graham McTavish, Jordi Mollà, Michael Vartan, Zoë Saldaña

Genre
Action, Drama, Thriller

Tags
Mafia
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA, Frankreich

Alternativ- bzw. Originaltitel
Colombiana




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