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Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten| Kritik 5/10

Kinostart
27.08.2009



Handlung

Kann eine unmögliche Liebe ihre Erfüllung finden? Die schöne Edelkurtisane Léa de Lonval (Michelle Pfeiffer) kommt langsam in ein gewisses Alter und hat sich aus dem Geschäft der käuflichen Liebe zurückgezogen. Im Paris der Jahrhundertwende lebt sie in unbeschreiblichem Luxus. Auf Wunsch ihrer ehemaligen Kollegin und Rivalin Madame Peloux (Kathy Bates) soll Léa deren hübschen, verwöhnten Sohn Chéri (Rupert Friend) zum Mann machen und in die Geheimnisse der Liebe einweihen. Was als Flirt beginnt, wird zu einer leidenschaftlichen Beziehung, ein kurzer Kurs in Liebesdingen verwandelt sich in eine sechs Jahre andauernde Liaison. Umso überraschender trifft sie die Leidenschaft und Tiefe ihrer Beziehung zu Chéri. Als er eine Geldheirat eingeht, wird Léa ihre Abhängigkeit von Chéri schmerzlich bewusst, und sie will sich mit aller Kraft aus der Beziehung befreien. Aber auch Chéri kann Léa nicht vergessen. Als die beiden wieder aufeinandertreffen, zeigt Léa ein Blick in den Spiegel, dass sie eine andere geworden ist.


Filmkritik | Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten

Fast jeder der „Chérie“ bereits gesehen hat oder den Film noch sehen wird, vergleicht ihn mit „Gefährliche Liebschaften“ aus dem Jahr 1988. Dieser Film entstand nach der Buchvorlage von Choderlos de Laclos und war bis dato der größte Erfolg von Regisseur Stephen Frears. „Gefährliche Liebschaften“ ist längst ein Klassiker. Auch „Chérie“ basiert auf einem Roman über Liebe, Leid und Intrigen und wurde von der französischen Autorin Colette geschrieben. Wie auch schon bei „Gefährliche Liebschaften“ stammt das Drehbuch von Christopher Hampton.

Chérie“ überzeugt besonders durch die detailgetreuen Kulissen und Kleider des Paris eines vergangenen Jahrhunderts. Bis zum Spitzentaschentuch ist alles perfekt. Man fühlt sich sofort in diese fremde Zeit zurück versetzt. Und endlich einmal wieder ein Film mit Schauspielerin Michele Pfeiffer in der Hauptrolle. Wie auch schon in „Gefährliche Liebschaften“ überzeugt sie durch Würde und meistert die Herausforderung eine alternde Kurtisane zu spielen mit Bravour. Spielt sie in „Gefährliche Liebschaften“ noch die junge Frau, zeigt sie sich in „Chérie“ zwar wesentlich älter aber noch genauso brillant und würdevoll. Sie spielt mit der Kompletten Facette der Gefühle. Von der verführenden Kurtisane bis hin zur verletzen Frau.

Im Paris des 20. Jahrhunderts standen Kurtisanen hoch im Kurs. Sie waren schön und geistvoll und wahre Expertinnen in der Kunst der Liebe. So ist es auch kein Wunder, dass Michelle Pfeiffer in einem Interview verlauten ließ, dass das Bett in diesem Film der einzige Ort war, an dem sich gearbeitet hat. Und auch ihr Schauspielpartner Rupert Friend spielt fabelhaft den arroganten, viel zu unreifen Schnösel an Michelle Pfeifers Seite.

Der Film erzählt die tragische Liebesgeschichte, zweier so unterschiedlicher Menschen, deren Liebe und Leidenschaft sie durch Himmel und Hölle fahren lässt. Die Dialoge in „Chérie“ sind bissig und voller unterschwelliger Sticheleien. Die eigentliche Gesellschaftskomödie wird zu einer zeitlosen Reflexion über die wahre Liebe, das Altern und das Unglück einer Vernunftehe.

Chérie“ überzeugt hauptsächlich durch die tollen Kleider und Kulissen, allerdings fehlt dem Film die nötige Tiefe und zwischen den Schauspielern vermisst man das so wichtige Knistern und die Spannung. Der Streifen ist wohl eher etwas für echte Fans der Belle Epoque.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten

© PROKINO Filmverleih GmbH

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Steckbrief
Regie
Stephen Frears

Darsteller
Anita Pallenberg, Felicity Jones, Frances Tomelty, Harriet Walter, Iben Hjejle, Kathy Bates, Michelle Pfeiffer, Rupert Friend

Genre
Drama, Romantik

Tags
Prostitution
Gastkritiken
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Herstellungsland
Deutschland, Frankreich, Großbritannien




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