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Charlie Bartlett| Kritik

Kinostart
26.06.2008



Handlung

Charlie Bartlett (Anton Yelchin) hat alles was man sich in dem Alter nur wünschen kann. Dennoch ist der mit seiner Mutter Marilyn (Hope Davis) lebende Charlie sehr einsam. Sein Vater ist im Gefängnis und Anschluss in der Schule findet er auch keinen. Von der teuren Privatschule ist er ausgeschlossen worden, da er für Schulkameraden gefälschte Führerscheine erstellt hat. Die einzige Möglichkeit scheint der Wechsel auf eine öffentliche High School zu sein. Trotz höflichem Auftreten wird er von niemandem beachtet. Nur bei der Rektorentochter Susan (Kat Dennings) schindet er Eindruck. Und schon bald entwickeln sich Sympathien für einander. Um von seinen anderen Mitschülern akzeptiert zu werden, beginnt er seinem eigenen Psychotherapeuten Lügen aufzutischen um diverse Medikamente zu erhalten und diese dann weiter zu verkaufen. Fortan ist er eine Art Messias, doch seine eigenen Probleme kann er so nicht lösen.


Filmkritik | Charlie Bartlett

Das ist also das Filmdebut von Jon Poll. Einen Namen hat er sich vor seinem ersten Film als Cutter und Produzent gemacht. Mitwirken bei Filmen wie "Scary Movie 3“, "Meine Braut, ihr Vater und ich“ zeugen von vielen Erfahrungen vor allem im Bereich der Komödie. Mit entsprechenden Erwartungen schaute ich mir den Film an. Er selbst versteht seinen Film jedoch als Drama. Man merkt ihm die Bemühungen an, etwas Tiefe in die Story um einen Jungen zu bekommen der nach außen der perfekte Jugendliche ist, nach innen jedoch voller Probleme. Das gelingt ihm mit Fortschreiten des Films auch, dennoch wirkt gerade die erste Hälfte wie eine typische High School Komödie um Liebe, Geld und Oberflächlichkeit.

Robert Downey Jr. spielt seine Rolle gewohnt souverän. In "Charlie Bartlett“ zeigt er seine Fähigkeiten als Charakterdarsteller. Er wirkt als trinkender Schuldirektor welcher unter der Trennung seiner Frau leidet sehr authentisch. Hier ist wieder das Motiv der Einsamkeit ersichtlich. Denn auch mit seiner nachpupertierenden Tochter steht er oft im Clinch. Hier liegt die Parallele zwischen ihm als Direktor und Charlie als kleinem Revoluzzer. Es gelingt dem Regisseur die Pointe schon sehr früh herauszuarbeiten. Denn während Charlie sich als Psychotherapeut versucht und andere zu ihm aufschauen, ist er selber sehr verletzlich und einsam. Am Ende gibt es das traditionelle Happy End und die Einsicht Charlies, dass er selber eben nur ein Kind ist und nicht mehr.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Charlie Bartlett

© Central Film Verleih GmbH

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Steckbrief
Regie
Jon Poll

Darsteller
Anton Yelchin, Hope Davis, Ishan Davé, Jonathan Malen, Kat Dennings, Megan Park, Robert Downey Jr., Tyler Hilton

Genre
Drama, Komödie

Tags
Schule
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Budget
12 Mio. US-Dollar




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