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Burn After Reading| Kritik 7/10

Kinostart
02.10.2008



Handlung

Der CIA-Veteran Osborne Cox (John Malkovich), nicht umsonst „Ozzie“ genannt, wird auf Grund seines doch eher umfangreichen Alkoholkonsums von seinen Vorgesetzten zu niederen Tätigkeiten degradiert. Entsprechend zornig kündigt er umgehend und widmet sich stattdessen lieber seinen Memoiren, in denen er einige delikate Details unterbringt. Osbornes Frau Katie (Tilda Swinton), die nicht gewillt ist ihren Mann nach dessen Kündigung durchzufüttern und die überdies eine Affäre hat, geht zum Scheidungsanwalt und bekommt den Rat, die Unterlagen ihres Mannes nach Finanziellem zu durchforsten. Sie findet die Memoiren, brennt sie auf CD und lässt sie versehentlich in einem Fitnessstudio liegen. Zwei mäßig intelligente Angestellte des Studios (u.a. Brad Pitt) finden die Daten und beschließen, sie mittels Erpressung zu Geld machen.


Filmkritik | Burn After Reading

Die schwarze Komödie Burn After Reading der Brüder Joel und Ethan Coen verbindet skurrile Stilelemente mit klassischer Spionagefilmmanier und wartet dabei mit einer hochkarätigen Starbesetzung auf. John Malkovich spielt den zu tief ins Glas schauenden zynischen ehemaligen CIA-Agenten mit herausragender Überzeugungskraft. Tilda Swinton als seine Frau inszeniert die perfekte Zicke, deren Affäre Harry in Gestalt von George Clooney den Sex besessenen Fiesling mit bizarren Essgewohnheiten äußerst überzeugend zum Besten gibt.

Lediglich zu Beginn zeigen sich einige Längen und verwirrende Handlungsstränge, die sich alsbald in halsbrecherischem Tempo und versehen mit witzigen Dialogen auflösen und Burn After Reading gerade auf Grund seiner überzeichneten Figuren zu einem besonderen Erlebnis machen. Brad Pitt als einer der beiden chaotischen Fitnessstudio-Angestellten sorgt in einer Paraderolle dafür, dass die Komödie zu einer rabenschwarzen wird und die Lachmuskeln des Publikums intensiv beansprucht werden. Seine Kollegin Linda, gespielt von Joel Coens Ehefrau Frances McDormand, überzeugt als eine Frau, die für einen Besuch beim Schönheitschirurgen ihre Seele verkaufen würde. Nicht zuletzt die Verortung der Handlung im Geheimdienstmilieu von Washington D.C. sorgt dafür, dass die Spionage-Klischees perfekt zu bedienen sind. Machtallüren, Korruption und Skrupellosigkeit zeigen sich in Form bizarrer und hochgradig amüsanter Dialoge und Handlungssequenzen, die einmal mehr dafür sorgen, dass ein Film der Brüder Coen das Zeug hat, Kultstatus zu erreichen. Es wurde sehr viel Wert darauf gelegt, die einzelnen Protagonisten mit aller Intensität menschlicher Abgründe auszustatten. Gerade diese Coen-Spezialität, die bereits bei „The Big Lebowski“ und „Arizona Junior“ zur Geltung kam, gewährleistet ein lohnenswertes Kinovergnügen.


Filmkritik von Gastautor

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Burn After Reading

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