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Buddenbrooks| Kritik 5/10

Kinostart
25.12.2008



Handlung

Der neue Film "Buddenbrooks - Ein Geschäft von einiger Größe" ist eine Adaption des bedeutenden Romans "Buddenbrooks - Verfall einer Familie", für den Thomas Mann 1929 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Er schildert das bewegende Schicksal der wohlhabenden Kaufmannsfamilie Buddenbrook in der Hansestadt Lübeck im 19. Jahrhundert. Die Leser erleben über drei Generation wie der Konflikt zwischen Geschäft und Sehnsucht nach Familienglück den Clan zerbricht.

Die Kaufmannsfamilie "Buddenbrooks" betreibt ihr Geschäft seit Generationen im Getreidehandel, so auch das Familienoberhaupt Konsul Johann (Armin Mueller-Stahl) und Konsulin Elisabeth (Iris Berben). Zusammen mit ihren drei Kindern Thomas (Mark Waschke), Christian (August Diehl) und Antonie (Jessica Schwarz) leben sie ein wohlhabendes Leben in der aufstrebenden Wirtschaftsmetropole Lübeck. Im Leben der Buddenbrooks sind Familie und Firma untrennbar miteinander verbunden, so dass persönliche Bedürfnisse hinter den sozialen Status treten. Der Lebensweg jedes einzelnen Buddenbrooks ist vorbestimmt, so wird von den Söhnen das Erlernen des Kaufmannsberufes und für die Tochter eine standesgemäße Ehe erwartet. Doch als Konsul Jean stirbt, beginnt die Familie zu zerfallen.


Filmkritik | Buddenbrooks

Die Buddenbrooks gelten als Jahrhundertroman und entsprechend hoch waren die Erwartungen an den Film von Heinrich Breloer. Es galt einen knapp 700 Seiten starkes, Nobelpreis gekröntes Buch richtig in Szene zu setzen. Gelungen ist es dem Regisseur leider nur halbwegs.

Mit einem Budget von 16 Millionen Euro, einer hochkarätigen Darstellerriege und an Originalschauplätzen gedreht, konnte das Mammutprojekt "Buddenbrooks" eigentlich nur gut werden. Leider krankt der Film an einigen Stellen ganz gewaltig. Wer sollte die Rolle des Konsul Jean Buddenbrook besser spielen als Armin Mueller-Stahl? Er hatte schließlich schon unter Regie von Breloer einen hervorragenden Thomas Mann gespielt. In den "Buddenbrooks" fehlt ihm einfach die Seele. Zu ernst, zu distanziert, zu unterkühlt spielt Mueller-Stahl das Familienoberhaupt. Anders Iris Berben als seine Frau Bethsy. Zum einen beweist Frau Berben Mut zum Alter und zum anderen nimmt man ihr die Konsulin ab. Völlig daneben ging die Besetzung der Tony Buddenbrook mit Jessica Schwarz. Ihre Karriere begann als Bravo Girl und Moderatorin beim Musik Sender Viva. Das merkt man. Jessica Schwarz spielt überzogen, laut und an der Grenze zur Hysterie, was in manchen Szenen peinlich ist. Wohltuend ist da Justus von Dohnányi als Tonys erster Ehemann Bendix Grünlich.
Die vermeintlichen Nebendarsteller hingegen können sich sehen lassen. Besonders Sunnyi Melles als Konsulin Möllendorf spielt ihre Rolle einfach perfekt.

Während im ersten Teil des Films die prachtvollen Kulissen und sehenswerten Kleider die Hauptrolle spielen, konzentriert sich der zweite Teil auf das Duell zwischen den Brüdern Thomas und Christian Buddenbrook. Mark Waschke (Thomas) und August Diehl (Christian) liefern sich einen Kampf mit ausgefeilten Dialogen. Überzeugen kann dabei allerdings nur Diehl.
Eindeutiger Gewinner des 2 1/2 Stunden Epos ist Kameramann Gernot Roll. Er hat die "Buddenbrooks" fantastisch in Szene gesetzt. Die Buddenbrooks sind gepflegte, wenn auch etwas langatmige und zuweilen etwas geschwollene Unterhaltung.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Buddenbrooks

© Warner Bros. Pictures

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