Fortsetzungen erfolgreicher Filme sind in Hollywood beliebt, und so war es lediglich eine Frage der Zeit, bis Teil 2 von Helen Fieldings Bridget-Jones-Romanen die Leinwand erobert. Warum etwas Neues wagen, wenn es bereits ein bewährtes Rezept gibt? Auch diesmal hat Renee Zellwegger für ihre Rolle gewaltig "zugelegt", auch wenn im Film nicht mehr ständig vom Abnehmen geredet wird; sie scheint sich endlich mit ihrem Schicksal abgefunden zu haben und stellt ihren Auserwählten vor die vollendete Tatsache, dass sie nicht nur permanent von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert, sondern auch nie die Formen einer Barbiepuppe erreichen wird. Doch Liebe überwindet bekanntlich alle Hindernisse.
Vorher ist der Zuschauer jedoch erst noch Zeuge diverser Peinlichkeiten, wie man sie bereits aus dem ersten Film von Bridget gewöhnt ist. Der Reiz des Neuen ist zwar nicht mehr gegeben, da man mit ihren Entgleisungen rechnet, doch der eine oder andere Lacher ist immer noch dabei. Die komischste Szene im Film dürfte allerdings ein Opfer der deutschen Synchronisation geworden sein, da die Situationskomik, die entsteht, wenn in einem englischsprachigen Film Deutsch gesprochen wird, zwangsläufig auf der Strecke bleibt, wie bereits an anderen Beispielen (die deutschen Terroristen in "Stirb langsam" oder die deutschen Nihilisten in "The Big Lebowski" demonstriert wurde.
Wer wissen möchte, ob Bridget den Mann ihrer Träume auf Dauer fesseln kann oder doch zu guter Letzt dem fragwürdigen Charme ihres Schürzen jagenden Chefs (Hugh Grant) erliegt, wird es in diesem Film erfahren. Oscarreife schauspielerische Leistungen und ein überdurchschnittlich intelligent-komisches Drehbuch sollte man jedoch nicht erwarten.
Filmkritik von Monika Hübner