Braveheart - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Braveheart| Kritik

Kinostart
1995



Handlung

Schottland im frühen Mittelalter: Territorialherren üben über die schottischen Highlands eine Schreckensherrschaft aus. Machtkämpfe und Schrecken bestimmen das Leben der schottischen Bauern. In den Wirrungen und Gefahren dieser düsteren Zeit wächst in einem kleinen Dorf der Knabe William Wallace heran, der durch Intrigen und Mord in jungen Jahren Vater und Bruder verliert. Unter den Fittichen seines gebildeten Onkels Argyle wächst William fernab seines Dorfes auf, und kehrt schließlich als erwachsener Mann in sein Heimatdorf zurück. Seine große Liebe findent, plant er den Aufbau eines gewöhnlichen Lebens, doch der gewaltsame Tod seiner Frau durch einen residierenden Herrn zerstört diese Träume. Wallace beginnt einen Rachfeldzug gegen die machtgierigen Territorialherren, und eine Welle des Widerstands der Bauern bildet sich um Wallace, die mit Schwert, Axt und Mut gegen die Wilkür ihrer Herrscher in den Kampf um eigene Unabhängigkeit ziehen...


Filmkritik | Braveheart

"Bravheart" bedeutet für viele Cineasten und Kritiker einen Meilenstein der Filmgeschichte. Hauptdarsteller und Regisseur Mel Gibson ("William Wallace") thematisiert mit viel Gefühl und aufwendigen Sets sowie realistischen Kampfszenen den schottischen Unabhängigkeitskampf. Gibson schuft ein opulentes Heldendrama, dem es allerdings bisweilen an historischer Präzision und Genauigkeit fehlt. Das Leben historischer Personen, die in dem Film eine Rolle spielen wird genauso beschnitten wie der historische Ablauf des schottischen Unabhängigkeitskrieges. Doch mögen diese historischen Fehler allen nicht Geschichts- Interessierten weniger aufstoßen, bietet "Braveheart" doch ein wahres Feuerwerk an blutige Szenen und großen Reden von Freiheit. Mitunter wirkt die detailgenaue Inszenierung von Wunden und Kämpfen abstoßend und übertrieben, William Wallace selbst entwickelt sich im Laufe der Handlung von einem herzgeplagten, rachsüchtigen Einzelkämpfer zu dem fast schon besessenen Führer eines ganzen Heeres, dass statt der Rache an den Schuldigen des Todes der Frau Wallace‘ nur noch die eigenen, persönlichen Vorteile im Sinne hat. Fakt ist, das „Braveheart“ in Sachen Kostüm, Schauplätze und Aufwand seinesgleichen sucht. Die Filmmusik unterstreicht die jeweiligen Szenen, ohne dabei fehl oder übertrieben zu wirken. Auch die schauspielerische Leistung der Darsteller mag an dieser Stelle lobend erwähnt werden, sie zeugt von Können und Glaubhaftigkeit. Doch leider gehen Feinheiten, die genau die Besonderheit des Filmes ausmachen, in einem regelrechten Blutbad an Action und deplatzierter Dramatik unter.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 5 * 5 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.




Steckbrief
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA

Budget
72 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
210 Mio. US-Dollar (weltweit)



Benutzername

Passwort

Anzeige