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Bolt - Ein Hund für alle Fälle| Kritik

Kinostart
22.01.2009



Handlung

Der Hund Bolt hält sich für einen Superhelden... äh Superhund! Na kein Wunder, ist er doch der Star einer Fernsehserie und da hat er zweifelsohne Superkräfte. Als Bolts Filmpartnerin Penny entführt wird, entschließt sich Bolt zur Flucht aus dem Studio und strandet schließlich in New York City. Chance und Fehler zugleich, denn der kleine Hund muss erst einmal lernen, dass er keine Superkräfte besitzt. Die Aufgabe ihn davon zu überzeugen, fällt Mittens zu, einer zynischen Katze. Und da ist noch Rhino, ein Hamster und ganz großer Fan von Bolt.
Da vermeintliche Superhund hat noch nicht realisiert, dass Penny nicht wirklich entführt wurde, es war nur ein Teil des Film. Nun versuchen die drei ungleichen Freunde Penny zu finden. Doch der Weg ist weit und gefährlich. Und im realen Leben helfen Bolt keine überhündischen Kräfte...


Filmkritik | Bolt - Ein Hund für alle Fälle

Mit dem Film „Bolt - Ein Hund für alle Fälle" nehmen die Disney-Studios Abschied vom kinderseichten Animationskino à la "Susi und Strolch", die vor über einem halben Jahrhundert den Ruf des Trickfilmstudios begründeten. Kinogänger mit Polarisationsbrille können auf den ersten Blick sogar in 3D-Qualität sehen, das die Kalifornier unter ihrem neuen Trickfilm-Chef John Lasseter, zugleich Boss der technisch weit fortgeschritteneren PIXAR-Studios, mit ihrem 47. Kinofilm im 21. Jahrhundert angekommen sind.

Bolt, der Hund für alle Fälle, wirkt aber auch ohne 3D-Brille ganz so, als stände er mit allen vier Beinen fest in der modernen Medienwelt. Als TV-Hundestar kann er nämlich nicht mehr unterscheiden, wo die Realität aufhört und wo die Kunstwelt der bewegten Bildschirmbilder anfängt. Diese Grundkonstellation bietet einiges an Identifikationspotential nicht nur für das junge Filmpublikum. Bolt ist ein Opfer des Die-Welt-sucht-einen-Superstar Phänomens. Seine Dramatik und seinen Humor bekommt der Film, weil Bolt aus dem Szenario von Hollywood sucht den Superhund entsprungen ist. Und der Zuschauer darf am Ende durchaus zweifeln, ob die Alltagsrealität in New York, wo er auf seiner Odysee zwischenlandet, härter ist, als die Wirklichkeit der Fernsehstudios, in denen Bolt einmal zu Hause war.

Animationstechnisch perfekt umgesetzt unter der Regie von Chris Williams und Byron Howard, gewinnt der Film seinen Reiz für das erwachsene Publikum vor allem durch seine unterschwellige, in der Gestalt des naiven Bolt verkörperten Kritik an der Funktionsweise der heutigen Medienwelt. Verpackt ist diese freilich hollywoodgerecht in einer komischen Hunde Road-Movie Geschichte, die für das eigentliche Zielpublikum alle Klischees vom bösen Wissenschaftler Dr. Calico bis zum guten Mädchen Penny bereithält. Der eigentliche Witz ist, dass diese Klischeeprotagonisten nur in der TV-Serie existieren, in der Bolt den Star spielte. Und erst allmählich entdeckt er, wo die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verlaufen. Eine Erzählkonstruktion, die für das Genre des Animationsfilms durchaus als anspruchsvoll zu bezeichnen ist.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Bolt - Ein Hund für alle Fälle

© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

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Steckbrief
Regie
Byron Howard, Chris Williams

Genre
Animation, Komödie

Tags
CGI, Hamster, Hunde, Katzen
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Budget
150 Mio. US-Dollar




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