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Big Stan| Kritik 2/10

Kinostart
25.06.2009



Handlung

Stan Minton (Rob Schneider) ist ein kleiner Ganove, der ältere Damen um ihre Rente geprellt hat. Doch nun ist er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden, hat jedoch noch sechs Monate Zeit, um einige persönliche Dinge zu regeln, bis er seine Strafe antreten muss.

Doch Stan bekommt nicht viel geregelt und verfällt in eine depressive Phase. Auch seine lebensfrohe Freundin (Jennifer Morrison) kann ihm nicht helfen. Als Stan jedoch erfährt, dass ihn im Knast liebeshungrigen Knastbrüder erwarten, beschließt er sich von "The Master" (David Carradine) in der Kunst des Kampfsportes trainieren zu lassen...


Filmkritik | Big Stan

Warum BIG STAN mit einer Verspätung von 2 Jahren den Weg in hiesige Kinos findet, während diese krude Produktion in den USA sofort in der DVD Vermarktung zu finden war, obwohl gerade im Ursprungsland des Streifens eigentlich meistens ein Slot für besonders peinliche Komödien frei ist, erschließt sich beim Debütwerk von Rob Schneider nicht. Nun mögen wir als Deutsche nicht den besten Ruf in punkto Humor genießen – vielleicht nicht immer zu Unrecht – aber im Fall von BIG STAN reicht es auch mit großer Mühe über die gesamte Laufzeit von viel zu üppig angesetzten 110 Minuten maximal zum ein oder anderen mitleidigen Lächeln.

Dazu gibt es in der Tat auch einigen Anlass. Schneider ist ein typischer Nebenrollen-Komiker und das hat er gerade an der Seite seines Spezies Adam Sandler schon einige Male beweisen können. Den BIG STAN schultert er einfach nicht zufriedenstellend – als Schauspieler fehlt es ihm dazu an der nötigen Präsenz oder an eigenen Markenzeichen. Was seine Regiekünste angeht, sieht es über weite Strecken nicht besser aus. Auch wenn die Grundidee von BIG STAN prinzipiell ein gute Kreativboden für bissige Milieustudien gewesen wäre, so bleibt der Film ständig beim halbgaren, oberflächlichen Klamauk und das eigentliche Thema der manischen Penetrationsangst löst sich schnell auf, denn eigentlich sind die Knackis nur liebe Kerle in besonders rauen Schalen und bedürfen einfach der richtigen Führung. Die homoerotischen Anspielungen halten sich entsprechend im Rahmen und außer ein paar eher lahmen Kalauern zum Thema, passiert wenig Erwähnenswertes. Der Rest geht in Klischees unter und teilweise driftet BIG STAN dabei sogar in eine arg reaktionäre Richtung, was den Umgang mit Minderheiten angeht. Das mag im amerikanischen Slacker-Kino eine gewisse Tradition haben – es stößt bei BIG STAN jedoch besonders sauer auf, da der Film auf der anderen Seite wenig bietet, das man positiv herausheben könnte.

Erstaunlich bis bemitleidenswert sind die verzweifelten Versuche der prominenten Nebendarsteller, diesem Komödien-Lowlight ein wenig Facette zu verleihen. David Carradine, der den reichlich schrägen „Master“ mimt, gerät dabei in eine solch unfreiwillige Schieflage, dass man teilweise geneigt ist, mitleidig die Augen zu schließen und auch Jennifer Morrison gelingt es nicht, als Stans Ehefrau der ganzen Sache den ein oder anderen Silberstreif zu geben. Am Ende bleibt nur peinlich-platte Comedy der unappetitlichen Art. Dass der deutsche Verleih mit dem infantilen Untertitel „Kleiner Arsch ganz groß“ dann dem Ganzen in Sachen „Geschmacklose Plattitüden“ noch gezielt die Krone aufsetzt, macht das desaströse Gesamtbild komplett.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Big Stan

© 20th Century Fox

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