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Betty Anne Waters| Kritik 5/10

Kinostart
17.03.2011



Handlung

Für Betty Anne Waters (Hilary Swank) ist ihr großer Bruder Kenny (Sam Rockwell) der wichtigste Mensch im Leben. Schon als Kind stand er ihr immer zur Seite. Doch nun braucht Kenny dringend Bettys Hilfe. Denn sie ist die einzige, die noch an seine Unschuld glaubt, als er wegen Mordverdachts verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt wird. Betty ist fest entschlossen, für Kennys Freiheit zu kämpfen. Allen Widrigkeiten zum Trotz macht sie sich daran, ihren Schulabschluss nachzuholen und ein Jurastudium zu absolvieren. Doch sie muss unbedingt auch Beweise und Indizien finden, um Kennys Prozess selbst neu aufrollen zu können. Im Verlauf ihres jahrelangen Kampfes zerbricht Bettys Ehe, und sie verliert das Sorgerecht für ihre Kinder. Doch trotz aller Rückschläge will sie auf keinen Fall aufgeben…


Filmkritik | Betty Anne Waters

Was sich wie ein Gerichtsdrama anhört, ist dann doch ein emotionaler Kampf um Gerechtigkeit und das Zurschaustellen der großen Liebe zum eigenen Bruder. Hilary Swank spielt eine ungebildete Hausfrau, die sich aus Liebe zu Ihrem Bruder Kenny, gespielt von Sam Rockwell, einer 18 jährigen beispiellosen Obsession hingibt und dies alles beruhend auf einer wahren Geschichte.
Regisseur Tony Goldwyn erzählt im Kern drei Geschichten. Betty, gespielt von Hilary Swank, und Kenny in der Kindheit, die Geschichte der abscheulichen Tat und Bettys großartiger und kaum zu glaubender Kampf um Gerechtigkeit und die Freilassung ihres Bruders. Die Besonderheiten und die großartige Kunst des Schauspiels von Oscargewinnerin Hilary Swank kommen nur bedingt zur Geltung. Das liegt wahrlich nicht an ihr, sondern wohl eher am Drehbuch. Es gab einfach nicht mehr her. Sam Rockwell dagegen macht mehrere Wandlungen durch. Vom Charmeur zum Raubein bis hin zum gebrochenen und mitunter wütenden Häftling.

Darüber hinaus schafft es Tony Goldwyn nicht immer, den Zuschauer auf Dauer in diesem Justiz- und Familiendrama mitzunehmen und endgültig im Film versinken zu lassen. Die Rückblenden in die 60er Jahre zur Kindheit der beiden Hauptdarsteller sind fesselnd und traurig, bereiten uns aber darauf vor, nur erahnen zu können wie schwer es Betty fallen musste Jura zu studieren und am Ende als Anwältin und Schwester, um das Leben ihres Bruders Kenny zu kämpfen. "Betty Anne Waters" packt uns emotional nur so tief und am Herzen, weil die Geschichte es hergibt, weil sie wahr ist und wir das wissen. Trotz der tollen Schauspieler bleibt es doch nur eine kühle Emotion, die der Film trotz toller Vorlage herüberbringt, gefangen im Versuch den Zuschauer zu packen, weil er einfach nicht dynamisch genug erzählt wird. Im Mittelteil schleppt sich der Film nur so dahin, von Beweis zu Beweis, ohne einen richtigen Spannungsbogen aufzubauen und einfach nur heruntererzählt.

Es ist gemeinhin bekannt, dass die besten Geschichten das Leben schreibt und Tony Goldwyn hat aus dem Besten eine nicht schlechte Umsetzung geschafft, oscarreif ist diese Vorstellung allerdings auch nicht. Ein emotionales und packendes Justizdrama ist es nicht ganz geworden, verwandt mit diesem Genre allemal.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Betty Anne Waters

© Tobis Film

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Steckbrief
Regie
Tony Goldwyn

Darsteller
Bailee Madison, Conor Donovan, Hilary Swank, John Pyper-Ferguson, Juliette Lewis, Karen Young, Laurie Brown, Marc Macaulay, Melissa Leo, Minnie Driver, Owen Campbell, Peter Gallagher, Sam Rockwell, Thomas D. Mahard

Genre
Drama
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Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Conviction




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