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Beim Leben meiner Schwester| Kritik 6/10

Kinostart
27.08.2009



Handlung

Sara und Brian Fitzgerald haben einen Sohn und eine Tochter – ihr unbeschwertes Leben nimmt eine tragische Wendung, als sie eines Tages erfahren, dass die zweijährige Kate an Leukämie erkrankt ist. Die Eltern hoffen nun, ein weiteres Kind zu bekommen, das Kates Leben retten könnte. Für die Fitzgeralds, speziell für Sara, gibt es keine Wahl: Sie tun alles, was notwendig ist, um Kate am Leben zu erhalten. Notwendig ist in diesem Fall Anna.

Trotz ihres jugendlichen Alters müssen die Schwestern etliche medizinische Verfahren und Krankenhausaufenthalte ertragen – das gehört inzwischen zum Alltag der Familie, die in jeder Lage fest zusammenhält. Die liebevolle Ehefrau und Mutter Sara (Cameron Diaz) hat ihre Laufbahn als Anwältin aufgegeben, um für ihre Tochter da zu sein – manchmal verzweifelt sie selbst an dem unbeirrbaren Engagement, mit dem sie sich für Kates Leben einsetzt. Ihr solider Ehemann Brian (Jason Patric) unterstützt sie in jeder Hinsicht, doch die Willensstärke seiner Frau verdammt sogar ihn zur Passivität. Und der gemeinsame Sohn Jesse (Evan Ellingson) fühlt sich vernachlässigt, weil Kate (Sofia Vassilieva) und Anna (Abigail Breslin) ständig im Mittelpunkt stehen. Doch eines Tages sagt die inzwischen elfjährige Anna „nein“. Um ihre medizinische Unabhängigkeit durchzusetzen, beauftragt sie einen Anwalt (Alec Baldwin), der ihren Fall vor Gericht bringt. Die Familie ist gespalten – und Kates anfällige Gesundheit damit dem Schicksal preisgegeben.


Filmkritik | Beim Leben meiner Schwester

Ein tränenreicher Kinoknaller, der viele ethische Konflikte behandelt. So zum Beispiel ob man einen Menschen sterben lassen kann, wenn man doch die Chance hätte ihn zu retten. Was zu der Frage führt, ob ein Mensch als Ersatzteillager dienen darf. Doch diese Konflikte werden nur am Rande angeschnitten. Sonst würde der Film wohl für manchen Zuschauer zu schwere Kost sein.

Eigentlich ein Familiendrama deluxe. Die kleine Tochter hat Krebs, also wird ein zweites Kind gezeugt, um sie zu retten. Bald kreist das gesamte Familienleben nur noch um das krebskranke Kind. Ihre Schwester und der ältere Bruder fühlen sich vernachlässigt. Schon diese Geschichte an sich ist ein großes Drama. Unterlegt mit der passenden schwermütigen Musik können die Taschentücher nicht mehr weggepackt werden, musste man sie einmal auspacken.

Der Film „Beim Leben meiner Schwester“ basiert auf dem gleichnamigen Buch von Jodi Picoult. Dabei endet der Film komplett anders als das Buch. Denn im Buch stirbt Anna nach dem Prozess bei einem Unfall und all ihre Organe werden ihrer Schwester eingepflanzt.

Große Verwirrtheit tritt teilweise bei den Rückblenden während des Films auf. Der Streifen wird dadurch teilweise zerstückelt. Allerdings sind die Rückblenden auch wichtig, um den gesamten Umfang dieses Dramas zu begreifen.
Natürlich bleibt der Kitsch nicht aus aber wenn es um Krebs geht und noch dazu bei einem so jungen Menschen, ist das entschuldbar. Der Film ist definitiv keine billige Schnulze. Der Film soll den Zuschauer nicht überfordern, die Begleiterscheinungen von Krebs und der damit meist verbundenen Chemotherapie werden deutlich gezeigt. Eins wird besonders deutlich: was die Krankheit für die gesamte Familie und nicht nur den Betroffenen bedeutet.
Beim Leben meiner Schwester“ erzählt den Kampf von Menschen, die sich lieben. Die Motive eines jeden, sind aus seiner Sicht gesehen, gut und jeder will im Grunde nur das Beste für den anderen.

Nicht nur das Leben der Familie, sondern auch der gesamte Film dreht sich um das kranke Mädchen. Dabei werden einige Rollen in den Hintergrund gedrängt.  Abschließend kann man sagen, dass der Film „Beim Leben meiner Schwester“ teilweise verwirrend, aber auch sehr bewegend ist.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Beim Leben meiner Schwester

© Warner Bros. Pictures Germany

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Steckbrief
Regie
nick cassavete

Darsteller
Abigail Breslin, Alec Baldwin, Brennan Bailey, Cameron Diaz, Evan Ellingson, Heather Wahlquist, Jason Patric, Nick Cassavetes, Sofia Vassilieva, Thomas Dekker

Genre
Drama

Tags
Krankenhaus, Leukaemie, Medizin
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
My Sister's Keeper

Budget
30 Mio. US-Dollar




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