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Bedtime Stories| Kritik 6/10

Kinostart
25.12.2008



Handlung

Skeeter (Adam Sandler) hat alle Hände voll zu tun. Tagsüber arbeitet er als Hausmeister in einem Hotel, abends ist er Babysitter für seine verreiste Schwester (Courteney Cox). Doch für Skeeter sind die Kinder eine willkommene Abwechselung vom stressigen Arbeitsleben. Er erzählt ihnen jeden Abend Gutenachtgeschichten. Doch dann bemerkt er etwas unglaubliches. Seine Geschichten erwachen im darauf folgenden Tag zum Leben. Ein Glücksfall für Skeeter, eröffnen sich ihm doch viele neue und reizvolle Möglichkeiten. Aber sein Einfluss auf die Geschichten ist begrenzt, denn scheinbar bestimmt die Fantasie der Kinder den Verlauf der Geschichten. Und das viel mehr als Skeeter wahrhaben möchte...


Filmkritik | Bedtime Stories

Dieser Film hat eine wundervolle Prämisse: Adam Sandler als unwissentlicher "Geschichtenerzähler", der die Fantasien seiner jungen Nichte und seines Neffen in beeindruckenden Bettgeschichten mit vielen wunderlichen Einfällen schwelgen lässt - und wir Zuschauer sind live mit dabei!

Die umwerfenden Spezialeffekte, die diese Geschichte unterstützen, sind erstklassig und sollten Zuschauer jeden Alters in ihren Bann ziehen. Die verstohlenen kindlichen Gemüter, welche die bunt schillernden Geschichten verdrehen, werden nahtlos in Szene gesetzt und sind durchaus unterhaltend.

Aber der Film leidet an einer fürchterlichen Nebenhandlung, die schlecht geschrieben ist und geradezu übereilt eingefügt wirkt. Den meisten Kindern wird dies wohl wenig ausmachen, aber viele der Charaktere treten nur kurz in Erscheinung und sagen nicht viel aus.

Die nicht-fiktive Seite des Films fühlt sich an wie ein Mix aus Nickelodeon und einem nicht sehr komischen Verschnitt eines Steve-Martin Films. Daher hat Bedtime Stories etwas Probleme, richtig abzuheben.

Was Adam Sandler angeht: Man kann ihn lieben oder hassen, aber in dieser Rolle ist es bestimmt nicht sein Anteil, wenn der Film nicht "funkt(ioniert)". Russell Brand hingegen ist definitiv eine Fehlbesetzung: jämmerlich unkomisch und unangenehm anzuschauen. Die zwei Kinder sind hingegen gut besetzt, wenn auch affektiert und absolut Hollywood-stereotypisch "süß". Der Film ist ferner gespickt mit einer Unmenge von Gastauftritten, von Jonathan Pryce über Carmen Electra bis Courtney Cox. Die schiere Zahl an kleineren Rollen lässt dabei leider keinen von ihnen wirklich beeindrucken.

Am Ende ist es natürlich eher ein Kinderfilm mit einer überraschenden Wendung. Man darf die Handlung nicht so ernst nehmen. Mit einem besseren Skript und etwas mehr Balance hätte es der Weihnachts-Blockbuster werden können. So allerdings muss man sich fragen, ob 20 oder 30 Euro für ein "Familienereignis" im Kino gerechtfertigt sind und ob es nicht mehr Sinn macht, bis zur DVD zu warten. Da es bis zur DVD aber noch eine Weile hin ist, kann bis zu deren Erscheinen die schiere Existenz dieses Films beim Publikum schon wieder in Vergessenheit geraten sein.

Wer sich nach diesen Worten noch nicht entscheiden kann: Wenn Ihnen "Daddy ohne Plan" gefallen hat, werden Sie bei Bedtime Stories nicht enttäuscht sein. Kein großes Kino, aber geht als laue Kurzweil noch durch.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Bedtime Stories

© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

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