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Batman: The Dark Knight| Kritik 10/10

Kinostart
21.08.2008



Handlung

Drei Jahre nach "Batman Begins" schlüpft Christian Bale erneut in das Batkostüm. Christopher Nolans Sequel entfüht uns wie das Original von 1989 zwischen die Fronten des Superhelden Batman und des Superschurken Joker (Heath Ledger).

Bruce Wayne, Jim Gordon und der charismatische Staatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart) bekämpfen in Gotham City erfolgreich das Verbrechen. Doch das Verhältnis wird getrübt, als Dent die Ex-Freundin von Bruce Wayne, Rachel, auch privat trifft. Zu dieser Zeit taucht ein neuer Krimineller auf - der Joker! Er sorgt für reichlich Chaos in Gotham City und plant eine "neue Klasse an Kriminalität" in die Stadt zu tragen.


Filmkritik | Batman: The Dark Knight

Mit einem Einspielergebnis von mehr als einer Milliarde Dollar zählt "The Dark Knight" zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten und gilt bei Kinofans und auch Filmkritikern als ein modernes Meisterwerk, obwohl populäre Comic-Verfilmungen sonst zumeist weniger schmeichelhafte Rezensionen finden. Aber "The Dark Knight" lässt sich auch kaum mit anderen Leinwandumsetzungen des Genres vergleichen, da hier nur noch die Grundgeschichte und der Figuren-Fundus der gezeichneten Welt entstammen, während der Film abseits seiner Masken von einer beeindruckenden Realität kündet. Regisseur Christopher Nolan ist ein Kino-Handwerker, setzt auf seine Story-Einfälle und ignoriert die Trickkiste der computergenerierten Spezialeffekte so gut es geht. Sein Revival der Batman-Saga wurde euphorisch gefeiert, nachdem der Held im Fledermauskostüm vorher von Joel Schumacher einer bunten Lächerlichkeit preisgegeben wurde. Nolan hat sich abseits der wilden Show wieder auf den faszinierenden, dunkel schimmernden Kern der Batman-Figur konzentriert und zeichnete in "Batman Begins" gekonnt das Bild des von Ängsten und Rachegelüsten zerrissenen Helden nach, wie es die Comic-Ikone Frank Miller Ende der 80er Jahre neu entworfen hatte.

"The Dark Knight" knüpft nicht nur unmittelbar an "Batman Begins" an, er steigert dessen konsequente Ambivalenz auch noch einmal erheblich und lotet über zweieinhalb Stunden neue Extreme aus. Zu diesen Extremen zählt zweifelsfrei die Figur des Jokers und deren Interpretation durch, den kurz nach Drehschluss verstorbenen, Heath Ledger. Die Zuschauer dürfen eine neue Dimension des Leinwandschurkens erleben, wenn sich Ledger mit abblätternder Clowns-Maske und strähnigen Haaren immer wieder die aufgesprungenen Lippen leckt und schlangengleich dem Publikum sein perfides Spiel offenbart. Der Joker spielt auf einer Klaviatur aus Terror und Verbrechen, verschmäht Mammon und Ruhm und strebt einzig nach dem Beweis, dass der Mensch an sich schlecht ist. Ganz Gotham City ist sein Spielfeld und lange scheint ihm der Sieg sicher, nach dem er selbst die Lichtgestalt der Gerechtigkeit, den glanzvollen und populären Staatsanwalt Harvey Dent, in die Dunkelheit hinüberziehen konnte. Dramaturgische Konventionen lassen Batman zwar letztlich obsiegen, aber selten blieb ein Held derartig beschädigt zurück und musste bei seinem Triumph dem Schurken solchen Tribut zollen.

Jeder Sieg fordert am Ende seinen Preis lehrt "The Dark Knight" und hinterfragt, vor dem Hintergrund des 11. September oder den Feldzügen in Afghanistan und Irak, wie hoch dieser Preis sein darf. Eingeschränkte Freiheitsrechte, Überwachungsstaat, Folter oder gar Mord: welche Mittel sind für eine Gesellschaft noch legitim, um sich einer Bedrohung zu erwehren? Christopher Nolan spielt in vielen Sequenzen bewusst mit den allseits bekannten Zitaten oder Bildern einer krisengeschüttelten Zeit und überlässt es seinen Figuren, ihre Antworten auf die bewegenden Fragen unserer Tage zu geben. Diese authentische Aufladung macht nicht nur einen Teil des weltweiten Erfolgs beim Publikum aus, sie liefert auch den entscheidenden Beitrag, um die ohnehin sehr gute Verfilmung des Batmans-Stoffes zu einem echten Ausnahmefilm des modernen Kinos anwachsen zu lassen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Batman: The Dark Knight

© Warner Bros. Pictures

Kommentare


ottoludwig
28.07.2011, 07:20:17
Was für ein Film, er wird auch immer besser, je öfter man ihn sich ansieht. Alle Schauspieler sind Wunderbar. Heath Ledger, ein Klasse für sich. Wer mir auch sehr gut gefällt ist Sir Michael Caine, diser Schauspieler wird mit zunehmenden Alter immer besser, ich erinnere nur an: Der Stille Amerikaner.

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News

01.09.2008
In den USA hat sich "The Dark Knight" mit dem bisherigen Einspielergebnis von einer halben Milliarde Dollar auf Platz 2 der einträglichsten Filme aller Zeiten gesetzt. Nur "Titanic" hat mehr eingespielt. Weltweit ist der Film kurz davor die eine Milliarde Dollar Einspielergebnis Marke zu durchbrechen.

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Herstellungsland
USA

Budget
185 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
1002 Mio. US-Dollar (weltweit)

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