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Bangkok Dangerous| Kritik 3/10

DVD-Release
22.01.2009



Handlung

Joe (Nicolas Cage) ist ein Profikiller und sein neuester Auftrag führt ihn in die Hauptstadt Thailands, nach Bangkok. Dort soll er für den Chef einer kriminellen Gang vier Morde begehen. Als Profi nimmt Joe nicht selbst Kontakt mit seinem Auftraggeber auf, sondern engagiert den Taschendieb Kong (Shahkrit Yamnarm) als seinen Laufburschen. Doch bei seinen Vorbereitungen bricht Joe mit seiner Vorsicht und seinen Prinzipien, er verliebt sich in eine taubstumme Apothekengehilfin. Bald darauf verliert er die Kontrolle über seinen Auftrag in gerät in Lebensgefahr. Aus dem Jäger wird ein Gejagter...

Bangkok Dangerous ist ein Remake des asiatischen Originals aus dem Jahre 1999. Regie führten bei beiden Filmen Oxide Pang Chun und Danny Pang. Der neue Film wird in Deutschland nicht in den Kinos erscheinen, sondern direkt auf DVD und Blu-Ray veröffentlicht.


Filmkritik | Bangkok Dangerous

Nicolas Cage ist in den letzten Jahren zu einem der wohl fleißigsten Schauspieler von Hollywood geworden, der sich jedoch mittlerweile nicht alleine auf das Agieren auf der Leinwand, sondern allmählich auch um die Produktion der eigenen Streifen kümmert. Ein gewisses Mitspracherecht dürfte er also auch in den Filmen erzielen, bei denen er sich als Geldgeber beteiligt. Ähnlich dürfte es bei Bangkok Dangerous gewesen sein, doch auch als geneigter Freund von Actionfilmen kann man sich nach Betrachten der gut 90 Minuten fragen, ob Cages Geld ebenso wie das eigene Eintrittsgeld eine sinnvolle Investition war.

Nicolas Cage geht mit Bangkok Dangerous entgültig den Schritt, sich voll und ganz im Actionbereich auszuleben und die kleinen Ausflüge in Komödien oder ins Tragische auszulassen. Und Cage-Fans werden ebenso wie alle all diejenigen eine Freude am Film haben, denen es ausreicht, eine halbwegs schlüssige Story rund um einen Auftragsmörder zu stricken, der sich im Dienste der gezielten Tötung durch den fernen Osten bewegt und hier eine Reihe blutiger und actionsgeladener Abenteuer zu überstehen. Dies mag in der Handlung weder besonders neu oder kreativ sein, wird allerdings leider auch von den Regisseuren Oxide Chun und Danny Pang mehr schlecht als recht umgesetzt.

"Bangkok Dangerous" ist einer dieser Filme, der wohl darauf gesetzt hat, dass vor allem der Star des Films über die Schwächen der Handlung hinweghilft. Und natürlich füllt Nicolas Cage die Leinwand in gewohnt routinierter Weise als gewissenloser Mörder hervorragend aus. Seine schauspielerischen Mitstreiter sind jedoch durchweg unbekannt und sorgen wohl auch wegen des fernöstlichen Flair des Films nur selten zu einem Zugang. Freunde alter Kung-Fu-Filme oder allgemein von Martial-Arts werden jedoch genauso wenig mit dem Film glücklich werden können, der hierfür zu viele Stilelemente Hollywoods verwendet und das ganze Szenario immer weiter in den Hintergrund drängt.

Ganze Arbeit am Film haben hingegen Kamera und Ton geleistet, die Verfolgungsjagden, Aufträge und Gespräche mit schnellen Schnitten und einer tönenden Klangkulisse perfekt in Szene setzen. Leider kann dies auch nicht über die unzähligen Schwächen von Bangkok Dangerous hinwegtäuschen, der in seinen actionlosen Szenen droht, in nationalistischem oder romantischem Schmalz zu versinken. Cage-Fans werden auch dies als kleinen, bitteren Beigeschmack akzeptieren können, um ihrem Helden auf der Leinwand, der sicherlich zu allerersten Garde der Hollywoodschauspieler zählt, zujubeln zu können. Der neutrale Kinobesucher, der sich einen spannenden und abwechslungsreichen Thriller mit einer unbekannten Handlung auf der Leinwand wünscht, wird jedoch mit Sicherheit das Kino enttäuscht verlassen müssen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Bangkok Dangerous

© Constantin Film

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Steckbrief
Regie
Danny Pang, Oxide Pang Chun

Darsteller
Charlie Yeung, Dom Hetrakul, Nicolas Cage, Nirattisai Kaljaruek, Panward Hemmanee, Shahkrit Yamnarm, Steve Baldocchi, Tuck Napaskorn

Genre
Action, Thriller

Tags
Bangkok, Killer, Thailand
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Herstellungsland
USA

Budget
45 Mio. US-Dollar




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