Handlung
Als die Klamauk-Komödie des Sommers 2008 startet das neue Machwerk "Balls of Fury" von Thomas Lennon und Robert Ben Garant.
Die Besetzung des Films lässt auch auf witzige und actionreiche Unterhaltung hoffen. In der Hauptrolle spielt Dan Folger den erfolglosen Tischtennis-Profi Randy Daytona. Bereits im Alter von zwölf Jahren galt Randy als die Tischtennis-Hoffnung Amerikas, bis er bei der Olympiade 1988 durch ein unglückliches Missgeschick gegen den teutonischen Riesen Karl Wolfschtagg (Thomas Lennon) verlor und zum Gespött der Ping-Pong-Gemeinde wurde.
Nachdem Randy seinen Lebensunterhalt daraufhin - mehr schlecht als recht - mit Showauftritten verdienen muss, erhält er 20 Jahre später die Gelegenheit zur Wiedergutmachung, als er für eine Undercover-Mission des FBI eingesetzt wird. Er soll in der bizarren Welt des Untergrund-Tischtennis die Verbrecherorganisation des Großschurken Feng (Christopher Walken) aufdecken und überführen. Dazu muss er an einem von Feng ausgerichteten Tischtennis-Turnier teilnehmen und dieses gewinnen. Zur Vorbereitung muss er sich dabei dem harten Training des blinden Meisters Wong (James Hong) und dessen adretter Nichte Maggie (Maggie Q) unterziehen, bevor er sich einem wilden Tischtenniswettkampf mit siamesischen Zwillingen, einer Nonne mit mörderischem Aufschlag und seinem Erzfeind Karl Wolfschtagg stellen kann.
Filmkritik | Balls of Fury

Der Film "Balls of Fury" versucht an die Erfolge von "Voll auf die Nüsse" und "Die Eisprinzen" anzuknüpfen. Zwar ist die Idee einen komischen Film über die Randsportart Tischtennis zu machen durchaus gelungen, die Umsetzung kann aber nicht durchweg überzeugen. Zwar finden sich einige gelungene Gags in dem 90-minütigen Spektakel um Ping-Pong und fernöstliche Kampfkunst, die Zahl der misslungen Witze ist aber mindestens genau so hoch. Außerdem wirkt Dan Folger in der Rolle des Randy Daytona teilweise überfordert. Dies mag vor allem daran liegen, dass die Rolle eigentlich dem Comedian Jack Black auf den Leib geschrieben war, und Dan Folger nach Blacks Absage "nur" die zweite Wahl war. Er kann das Klischee der dicken, etwas einfältigen Hauptfigur aber nie ganz ausfüllen. Einizger Lichtblick in der Komödie ist Chritopher Walken, der als Schurke Feng auf der ganzen Linie überzeugt. Der Film zeigt im Wesentlichen, dass eine gute Idee noch keine Garantie für eine gelungene Komödie ist. Leichte Unterhaltung ohne allzu hohen Anspruch bietet er aber durchaus.
Filmkritik von Gastautor