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Awake| Kritik 4/10

DVD-Release
12.12.2008



Handlung

Es ist der Alptraum vieler Menschen, die eine Operation vor sich haben - eine unzureichende Narkose. Denn durch diese medizinische Ursache erlebt man den operativen Eingriff bewusst mit. In den USA ist die Zahl solcher Fälle nicht unbedeutend und viele dieser Menschen leiden später auf Grund von "Anesthesia Awareness" unter psychischen Störungen. Dieses Thema war nun für den Regisseur und Autor Joby Harold der Stoff für einen Spannung versprechenden Film. Dabei geht es um eine Transplantation des Herzens. Frisch verheiratet mit Sam (Jessica Alba) freut sich Clay (Hayden Christensen) über den Anruf, dass ein Herz für ihn gefunden wurde. Doch die OP muss er bewusst miterleben. Er kann sich während des Eingriffs in keiner Weise mitteilen und erfährt von einem Ärztekomplott.


Filmkritik | Awake

Die Handlung bietet eigentlich alles, was man für einen Thriller braucht. Und der Film beginnt auch so, dass man als Zuschauer auf Hochspannung gefasst ist. Doch diese Hoffnung wird mit zunehmendem Handlungsverlauf im Keim erstickt.

Die Operation nimmt schon einmal mehr als die Hälfte von Awake ein. Der Patient Clay, der seinen Körper verlassen darf, um metaphysisch in der Klinik herumzuziehen, kann leider damit auch nicht die Banalität der Handlung verhindern. Dazu kommen noch Vergangenheitspsychosen, die eine zusätzliche Thematik werden und keinen wirklichen Sinn erkennen lassen. Alles wirkt ziemlich aufgesetzt konstruiert und daher wenig glaubwürdig. Man hat den Eindruck, der Regisseur will dadurch eine Einfallslosigkeit verstecken, der man sich sonst bei der szenischen Realisierung der eigentlichen Filmidee nicht entziehen kann. Nun hätte Joby Harold wenigstens noch technisch manches versuchen sollen, doch leider retten weder die Filmmusik noch der Schnitt die misslungene Umsetzung. Auch die Akteure Hayden Christensen und Jessica Alba können gegen das schwache Filmkonzept schauspielerisch nichts entgegenhalten.

Zusammenfassend kann man den Film "Awake" als nicht empfehlenswert einstufen. Zu schwach ist die Leistung des Regisseurs, um dem Film etwas abgewinnen zu können. Man kann nur hoffen, dass ähnlich brisante Themen wie "Anesthesia Awareness" besser inszeniert werden und dadurch sehenswertere Filme entstehen. Nicht zuletzt, um nicht Menschen, die dieses medizinische Phänomen wirklich erlebt haben, mit solchen laienhaften Filmversuchen vor den Kopf zu stoßen.


Filmkritik von Gastautor

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News

15.12.2008
Der Thriller "Awake", des Regisseurs Joby Harold, wird bei uns nicht in die Kinos kommen. Stattdessen erscheint der Film im Einzelhandel auf DVD und Blu-Ray. Der Release-Termin ist der 12. Dezember 2008.

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