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Avatar - Aufbruch nach Pandora| Kritik 10/10

Kinostart
02.09.2010



Am 02.09.2010 kommt "Avatar - Aufbruch nach Pandora" als Special Edition nochmal in die Kinos. Für alle Fans ein Muss!


Unter dem Filmtitel "Avatar ist unter der Regie von James Cameron ("Terminator 2", "Titanic") ein Sci-Fi-Film mit dem Riesenbudget von 237 Mio. US-Dollar entstanden. Das Machwerk gehört damit zu den teuersten Filmen aller Zeiten.

Das Drehbuch stammt von Cameron selbst. Ursprünglich plante er bereits nach den Dreharbeiten von "Titanic" mit dem Projekt (Project 880) zu beginnen. Aber erst im Juni 2006 konnte ein Casting angegangen werden. Bei der Herstellung von "Avatar - Aufbruch nach Pandora" wird eine ähnliche CGI-Technik verwendet wie für den Film "Die Legende von Beowulf".


Handlung

Vor Jahren wurde Jake Sully (Sam Worthington) schwer verwundet und ist seitdem von der Hüfte abwärts gelähmt. Als ihm für ein Projekt das Angebot unterbreitet wird, zum weit entfernten Planeten "Pandora" zu reisen, willigt er schnell ein, um seinem für ihn sinnlos gewordenen Leben zu entkommen. Denn dort erwarten ihn unvorstellbar schöne und farbenreiche Landschaften aus üppigen Regenwäldern mit fantastischen Pflanzen und Tieren – manche wunderschön, andere furchterregend. Doch Pandora ist nicht unbewohnt: Die Na'vis sind die Ureinwohner des Planeten und leben im Einklang mit der Natur, die sie umgibt.

Pandora ist reich an dem für den Menschen sehr wertvollen Rohstoff Unobtainium. Da der Mensch in der Atmosphäre Pandoras nicht existieren kann, wurde ein wissenschaftliches Projekt initiiert, bei dem genetisch manipulierte Hybride aus menschlicher und Na'vi DNA erschaffen wurden: die so genannten Avatare. Ein Avatar wird von einem Menschen mental gesteuert, indem das menschliche Gehirn und die Gefühlsrezeptoren über eine spezielle Technologie mit dem Avatar-Körper verbunden sind. Leiterin des Projekts ist die Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver), die Jake zunächst skeptisch gegenüber tritt.


Filmkritik | Avatar - Aufbruch nach Pandora

"Avatar" setzt mit ausgereifter 3D-Technik neue Maßstäbe für das Kino

Ein Kinofilm muss in jedem Fall etwas Gigantisches haben und die technischen Grenzen des Kinos immer wieder erweitern, sonst löst er nur flaue TV-Gefühle aus, so etwa könnte das Arbeitscredo des US-kanadischen Regisseurs und Drehbuchautors James Cameron beschrieben werden. Mit seinen actiongeladenen Terminator- und Rambo-Streifen sowie mit Alien 2 wurde Cameron in den 1980er Jahren als Technikfreak und Spezialist für Special Effects bekannt; mit seiner Titanic-Verfilmung des Jahres 1997 zeigte er, dass er gigantische Budgets auch in großes Gefühlskino umsetzen kann. Nach diesem historischen Kassenerfolg konzentrierte sich Cameron wieder auf das, was ihn immer am meisten interessierte: revolutionäre Filmtechniken auszutüffteln. Und das bedeutete für ihn nun, die dritte Dimension auf die Leinwand zu holen. Mit seinem neuen Science-Fiction Film „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ meldet sich James Cameron endlich in den Kinos zurück und zeigt in ausgereifter 3D-Technik einen futuristischen Bilderepos mit mystischem Zuschnitt und tagesaktueller Botschaft, der über das Genre hinaus Maßstäbe setzen und als Beginn einer neuen Kino-Ära in die Filmgeschichte eingehen könnte.

„Avatar“ darf das Prädikat gefühlsecht für sich beanspruchen

Über 300 Millionen Dollar für die kinogerechte Verpackung einer eher banalen Geschichte über den interplanetaren Wettlauf um überlebenswichtige Rohstoffe einzusetzen, mag in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise riskant erscheinen. Tatsächlich aber investiert James Cameron mit seinem Co-Produzenten Jon Landau damit in die Zukunft von Hollywood. Nicht nur, dass „Avatar“ seine Produktionskosten schnell wieder einspielen dürfte. Cameron und seine Mitarbeiter haben vielmehr eine Zukunftechnologie entwickelt, die das Potential hat, zum Standard für computeranimierte oder -generierte Filme zu werden. Denn was der Zuschauer in „Avatar“ sieht, ist ein bisher nicht erlebtes gefühlsechtes Kino. Mit seiner 3D-Technik gelingt es Cameron in beinahe schon beängstigendem Ausmaß, das Trennende zwischen dem Medium Film und dem Zuschauer im Saal aufzuheben. Das schaffen glaubwürdige Charaktere, intensives Spielen und gute Plots zugegebenermaßen auch und sogar zu geringeren Kosten. Für einen Film aus dem Genre Science-Fiction jedoch gelten andere, eben technische Maßstäbe, und diese werden in Zukunft wohl von „Avatar“ bestimmt werden. Jedenfalls so lange, bis einer wie James Cameron eine Möglichkeit gefunden hat, das Geschehen auf der Leinwand und im Kopf des Zuschauers so zu synchronisieren, dass der Zuschauer die Filmhandlung selbst bestimmen und beim Zusehen gewissermaßen seinen eignen Film drehen kann. Vielleicht ist das der nächste Schritt in der Entwicklung des Science-Fiction Kinos.

Ankommen in Pandora ist garantiert

Vorerst begnügen wir uns damit, dass in „Avatar“ aus Netzhauteindrücken zunehmend berauschendere Sinneseindrücke werden, wenn wir etwa mit der uns bereits aus Alien 2 vertrauten Sigourney Weaver, die die Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine spielt, durch den reich bevölkerten Regenwald des Planeten Pandora streifen. Und unwillkürlich zuckt die eigene Hand beim Kampf der Hauptdarsteller Sam Worthington (Jake Sully) und Zoë Saldaña (Neytiri), die gegen wilde Tiere und rohstoffgierige Invasoren antreten. Intensives Spiel der Darsteller ist bei einem Film, der zu zwei Dritteln aus computeranimierten Sequenzen und computergenerierten Charakteren besteht, ohnehin kein wichtiges Wahrnehmungskriterium mehr. Worum es bei James Camerons „Avatar“ allein geht, ist intensives Zuschauen. Und das setzt schnell ein und wird im Filmverlauf noch unterstützt von der suggestiven Musik des Komponisten James Horner. Das ist eben jener, der auch bei Camerons „Titanic“ nicht ganz unschuldig daran war, dass tüchtig Tränen flossen im Saal. Neben all der teuren Technik tragen nicht zuletzt Horners altvertraute kongeniale Klänge dazu bei, dass die Zuschauer in „Avatar“ nicht nur nach Pandora aufbrechen, sondern dort ankommen. Garantiert und ganz real.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Avatar - Aufbruch nach Pandora

© 20th Century Fox

Kommentare


Steffen
08.11.2010, 16:53:34
Avatar ist der beste film den ich bis jetzt gesehen Avtar hat einfach alles was ein guter film haben muss der film is der hammer
respect James Cameron
Pacman
29.08.2010, 21:12:46
8. Minuten länger ist die Special Edition Kinoversion von Avatar. Gar nicht mal so wenig wenn man das mit geschnittenen Filmen vergleicht. Jedenfalls eine Gelegenheit den Film nochmal in 3D zu sehen.
Und seinen wir ehrlich. Kaum ein anderer Film hat die dritte Dimension so überzeugend umgesetzt. Die meisten 3D-Filme sind ihr Geld nicht wert. Da ist Avatar ein bisher kaum erreichtes Vorbild.

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News

21.10.2007 - Quelle
In Wellington, der Hauptstadt von Neuseeland haben die Dreharbeiten zum 200 Mio. US-Dollar teueren Sci-Fi-Spektakel "Avatar" begonnen. Regisseur James Cameron wurde zusammen mit 80 Komparsen in futuristischen Anzügen und mit Waffenimitationen ausgestattet gesehen. Der Drehort galt bisher als Geheim.
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