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Asterix & Obelix: Mission Kleopatra| Kritik

Kinostart
2002



Handlung

Cleopatra (Monica Bellucci) hat es sich in den Kopf gesetzt, sich innerhalb von drei Monaten einen Palast mitten in der ägyptischen Wüste bauen zu lassen. Falls es dem Architekten Numerobis (Jamel Debbouze) nicht gelingt, den Termin einzuhalten, soll er den heiligen Krokodilen zum Fraß vorgeworfen werden. Zum Glück erinnert er sich daran, dass es im von den Römern besetzten Gallien ein Dorf gibt, dessen Bewohner dank eines Zaubertranks übermenschliche Kräfte haben. Er macht sich also auf den Weg nach Gallien, um sie um Hilfe zu bitten. Der Druide Miraculix (Claude Rich) lässt sich jedoch nicht dazu überreden, das Geheimnis des Tranks preiszugeben, so dass man sich schließlich darauf einigt, dass er in Begleitung von Asterix (Christian Clavier) und Obelix (Gérard Depardieu) nach Ägypten reist, um ihn vor Ort selbst zu brauen.


Filmkritik | Asterix & Obelix: Mission Kleopatra

Nach dem Erfolg von "Asterix & Obelix gegen Caesar" ist nun der zweite Film nach den Comics von Goscinny und Uderzo in den deutschen Kinos zu sehen. Schon beim ersten Mal ist ein großer Teil des Wortwitzes der deutschen Synchronisation zum Opfer gefallen, aber es hielt sich immer noch im erträglichen Rahmen. Diesmal kann man nur noch von einer mittleren bis schweren Katastrophe sprechen. Bei einigen der verkrampften Formulierungen hatte ich noch eine ungefähre Ahnung, wie es auf Französisch einmal geheißen haben könnte, aber die meisten Wortspiele dürften sozusagen im Nichts verpufft sein.

Wer die Comics schon einmal im Original gelesen hat, weiß, dass sie voller Wortspielereien sind, die zumindest eine gewisse Kenntnis Frankreichs und der französischen Geschichte voraussetzen, was sie auch für erwachsene Leser lesenswert macht. Bei Mission Kleopatra fand ich es symptomatisch, dass ich vermutlich die einzige Erwachsene im Saal war, die kein Kind zwischen sechs und zwölf Jahren an der Hand hatte. Die detailgetreue, liebevolle Ausstattung konnte die farblosen, oft dümmlichen Dialoge leider nicht wettmachen. Das Synchronstudio hat hier der Vorliebe der Deutschen für Klamauk voll Rechnung getragen und Goscinnys subtilen Humor gnadenlos in Grund und Boden gestampft. Irgendwie fehlten mir auch die restlichen Gallier, die Leben in den ersten Film gebracht hatten. Das mehrmalige Versenken des Piratenschiffs hätten sich die Filmemacher ebenfalls lieber sparen sollen. Einmal ist witzig und gehört zu jeder Asterix-Geschichte dazu, aber spätestens beim dritten Mal wird es langweilig, so als wäre ihnen nichts Besseres mehr eingefallen.

Trotz der hochkarätigen Besetzung und der zugegebenermaßen schönen Bilder ist Mission Kleopatra letztendlich eine Enttäuschung und ein Paradebeispiel dafür, wie man durch eine Synchronisation einen Film völlig zerstören kann.


Filmkritik von Monika Hübner

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Filmfacts
Herstellungsland
Frankreich, Deutschland

Alternativ- bzw. Originaltitel
Astérix & Obélix: Mission Cléopâtre

Budget
53 Mio. US-Dollar




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